Der FC Schalke 04 wurde vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nach dem Rassismus-Eklat im DFB-Pokalspiel gegen Hertha BSC zu einer fünfstelligen Geldstrafe verurteilt. Dies gab der Klub in einer auf der Vereinswebsite veröffentlichten Stellungnahme bekannt.


​Am vergangenen Mittwoch kündigte der DFB Ermittlungen an, nachdem die Verantwortlichen von Hertha BSC noch am Dienstagabend über rassistische Äußerungen gegenüber Abwehrspieler Jordan Torunarigha geklagt hatten. ​Wenig später konnte der FC Schalke offenbar den Block lokalisieren, in dem sich die vermeintlichen Täter aufgehalten haben


Schalke startet Projekt gegen Rassismus


Das Urteil beläuft sich auf eine Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro. Wie es in der Stellungnahme heißt, werde der FC Schalke einen Teil der Summe in ein "konkretes Projekt im Kampf gegen den Rassismus" investieren. 


Nach Stattgebung des Antrags dürfe der Klub bis zu 16.000 Euro für die Entwicklung und Durchführung von Workshops verwenden, in denen "Verhaltensleitfäden zum Umgang mit Rassismus und Diskriminierung erarbeitet werden. So werden Fans und Mitglieder weiter sensibilisiert und erhalten Hilfestellung für engagiertes Handeln."

"Sinn machen Kampagnen, Aktionswochen und permanente Angebote wie die Anlaufstelle nur dann, wenn sie auch genutzt werden. Erfreulicherweise zeigt sich, dass dieses System auf Schalke funktioniert. Die Akzeptanz der Anlaufstelle belegt: Die S04-Fans schauen bei diskriminierenden Vorfällen nicht weg, sondern greifen ein", wird der Vereinsvorstand zitiert. 


"Darüber freuen wir uns sehr, sind aber auch froh, dass die wenigen Meldungen von Leitbildverstößen oder anderen Vergehen implizieren, dass es sich um Einzelfälle handelt."