​Die Krise bei ​Hertha BSC erreicht ungeahnte Ausmaße. Innerhalb der Mannschaft ist die Stimmung unruhig. Selbst bei den Torhüter ist seit einigen Wochen der Wurm drin.


Die Hertha aus Berlin hat die Wende trotz teurer Verstärkungen im Winter noch nicht eingeleitet. Die Rückrunde beginnt ähnlich ernüchternd wie die erste Saisonhälfte. Sowohl im Angriff, als auch in der Defensive hat der BSC mit großen Schwachstellen zu kämpfen. Unter der Talfahrt leidet sogar die ansonsten so zuverlässige Torhüter-Position.


Stammkeeper Rune Jarstein steckt aktuell in einem Formtief. Ersatz-Schlussmann Thomas Kraft kommt dagegen gar nicht mehr zum Einsatz. Laut Informationen der Bild leiden beide Torhüter unter den Entscheidungen ihres Trainers.


Kraft außen vor, Jarstein verunsichert


Im Pokalduell auf ​Schalke durfte Kraft entgegen der Versprechungen vor der Saison nicht auflaufen.​ Klinsmann setzte im wichtigen Duell auf den eingespielten Jarstein, der aber selbst einen Anteil an der Niederlage hatte. Die Besetzung des Kastens dürfte dem Berliner Übungsleiter Kopfschmerzen bereiten.


Doch womöglich sind es seine Anweisungen, die seine Keeper so verunsichert. Denn dem Norweger strich er bei seiner Ankunft kurzerhand den Torwart-Trainer. Zsolt Petry hatte einst Klinsmanns Sohn Jonathan schwer kritisiert. Die Folgen erfuhr der Ungar vom neuen Trainer persönlich. Die Freistellung war eine der ersten Amtshandlungen von Klinsmann.

Jurgen Klinsmann

Klinsmann hat Petry die Kritik an seinem Sohn nicht verziehen



Seitdem haben sich die Leistungen von Jarstein gravierend verschlechtert. Petry-Nachfolger Andreas Köpke konnte den Keeper nur vier Wochen beraten, ehe er zum DFB zurückkehren musste. Vor seinem Abschied arbeitete er die Perspektivlösung Ilja Hofstädt ein, der die Nummer eins zukünftig trainieren soll.


Jarstein sucht Rat bei Petry


Doch wieder grätschte Klinsmann dazwischen. Der Trainer setzte auf Erfahrung und holte U23-Coach Max Steinborn zu den Profis. Nach dem Hin und Her zum ungünstigsten Zeitpunkt sind die Torhüter der Hertha verunsichert. Ohne Kontinuität wird nicht nur Jarstein weiter vergeblich nach seiner Form suchen - der Norweger soll sich sogar heimlich Rat beim gefeuerten Petry holen.


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