Seit dem Rückrundenstart ist Mark Uth bei seinem Heimat-Verein angekommen. Beim ​1. FC Köln wird er zumindest bis zum Sommer helfen, den Klassenerhalt zu sichern, nachdem er sich bei ​Schalke 04 nie wirklich zurechtgefunden hatte. Beim Effzeh fühlt er sich sehr wohl, doch die S04-Klausel für die gemeinsame Partie kann er "nur schwer" nachvollziehen.


Nach verschiedenen Verletzungen und einem gefühlt ewigen Formtief während seiner Zeit auf Schalke wollte Mark Uth "alles auf null stellen", wie er im Interview mit dem Express verriet. Seine Leihe nach Köln bezeichnete er dort als "notwendigen Tapetenwechsel", den er gebraucht habe, "um aus dem Loch rauszukommen, in dem ich gesteckt habe". 


Bei den Knappen lief es nie wirklich gut für den 28-Jährigen, der in den letzten anderthalb Jahren zu keinem Zeitpunkt an seine Form aus der ​Hoffenheim-Zeit anknüpfen konnte. 


Uth entschied sich für Köln - und gegen Geld


Als gebürtiger Kölner, der schon einige Jahre in der Effzeh-Jugend gespielt hat, wollte er früher oder später ohnehin für die Profimannschaft auflaufen. "Hätte mir jemand an Weihnachten gesagt, dass ich acht Tage später nach Köln wechseln würde, hätte ich ihn für verrückt erklärt", so Uth - nach dem Einverständnis seitens S04 und einem Gespräch mit seinen Eltern habe seine Entscheidung jedoch schnell festgestanden. 


Dass er für diese Leihe auf einen Teil seines Gehalts verzichten musste, war ihm bewusst, für ihn jedoch "keine schwere Entscheidung". Er hätte nun einmal abwägen müssen, zwischen "Spielzeit und glücklich zu sein oder Geld". 

Mark Uth

Im Effzeh-Dress hat Mark Uth bereits ein Tor erzielen und zwei weitere auflegen können



Wenn er am 29. Februar seinen eigentlichen Verein im Rhein-Energie-Stadion empfängt, wird er jedoch auf der Tribüne Platz nehmen müssen. S04 habe auf diese Sperrklausel bestanden, erklärte Uth, der dies "nur schwer" nachvollziehen könne. Er akzeptiere diese Entscheidung zwar, doch Verständnis zeigte er nicht - schließlich stünden "doch elf Spieler auf dem Platz und nicht ein einziger". 


In der Partie würde er allerdings dem Effzeh die Daumen drücken, das sei "gar keine Frage", da der Klassenerhalt höchste Priorität habe. "Schalke spielt oben mit. Ich trage das FC-Trikot - deshalb wünsche ich mir, dass wir gewinnen", betonte Uth. Durch eine ​Ausstiegsklausel in Höhe von etwa zehn Millionen Euro könnte er auch über den Sommer hinaus in Köln bleiben.


In seiner neuen Mannschaft fühlt er sich bereits sehr wohl. Die oftmals nötige Anlaufzeit habe er zum Glück nicht benötigt, er habe sich "ab der ersten Sekunde wohlgefühlt". "Alles ist sehr familiär", führte er aus und meint damit auch "noch viele Mitarbeiter im Verein und einige Jungs aus der Mannschaft", die er selbst (noch) kenne. Der Start sei demnach optimal verlaufen. 


Uth schwärmt von Cordoba


Trainer Markus Gisdol kennt er noch aus der Hoffenheimer Zeit, als der Coach ihn aus Heerenveen in die Bundesliga holte. Mit Jhon Cordoba harmoniert er auf dem Platz auch schon sehr gut: "Er gibt mir die Möglichkeit, um ihn herumzuschleichen, das ist perfekt für mich. Ich brauche für mein Spiel einen Zielspieler in der Spitze." Aktuell brauche er jedoch noch die Regenerationstage, ansonsten sei er aber wieder "topfit und bei 100 Prozent".