Was heute bei den meisten Klubs längst nicht mehr gang und gäbe ist - beim SV Werder Bremen wird es vorgelebt. Dinge wie Zusammenhalt, Loyalität und Kontinuität. Den letzten Beweis liefert Trainer ​Florian Kohfeldt - in die eine und in die andere Richtung. 


In diesem Sinne gab Frank Baumann seinem in dieser Saison (ergebnistechnisch) glücklosen Trainer erst vor kurzem eine Job-Garantie - selbst im Falle des GAU, nämlich des Abstiegs in Liga 2. "Wenn wir absteigen, dann gemeinsam", hatte Baumann der Bild-Zeitung gesagt. Mehr kann man Zusammenhalt nicht demonstrieren. Wenn denn den Worten auch Taten folgen - wovon man bei den in den letzten Jahrzehnten sehr kohärenten Bremern eigentlich ausgehen kann. Und wahrscheinlich werden sie ja auch gar nicht absteigen...


Kohfeldt stützt US-Talent Sargent


Und diese Loyalität, die der Trainer Kohfeldt vonseiten seiner Vorgesetzten erfährt, lässt er nun auch, eins zu eins, gegenüber seinem kickenden Personal walten. 


Denn zuletzt war es um das 18-jährige Talent ​Josh Sargent, der im letzten Jahr noch so für Furore gesorgt hatte, etwas ruhiger geworden. Beim DFB-Pokalerfolg gegen den BVB am vergangenen Dienstag, bei dem es auf Werder-Seite ja eigentlich nur Gewinner gab, ging Sargent nach seinen ersten Aktionen komplett unter.


Für seinen Coach dennoch kein Grund, ihn fallen zu lassen: "Eine der ersten Aktionen mit dem Ball war nicht gut, dann ist es schwer", nahm Kohfeldt den US-Boy in Schutz. "Josh hat trotz allem nie aufgehört zu arbeiten. Er ist sehr jung und hat sich in Situationen gebracht, die sehr gut waren. Wenn er diesen Einsatz und diese Lernbereitschaft zeigt, werden wir ihn da durchtragen. Ich bin mir sicher, dass er ein Spieler mit großem Potenzial ist", so Kohfeldt gegenüber dem Weserkurier.


Das Bild der heilen und intakten Werder-Familie - selten war es so klar und deutlich wie in diesen Tagen rund um das Weserstadion.