​Beim ​FC Bayern ging im vergangenen Sommer die Ära von ​Arjen Robben und ​Franck Ribéry zu Ende. Bei beiden Publikumslieblingen war lange Zeit unklar, wie es nach ihrem Abschied vom deutschen Rekordmeister weitergehen wird. Ex-Bayern-Profi Mark van Bommel wollte die Gunst der Stunde nutzen und die zwei Oldies nach Eindhoven lotsen.


"Ich wollte Robben und Ribéry zu Eindhoven holen", erklärte der Niederländer im Interview mit der Sport Bild. Van Bommel kennt die beiden Offensivspieler noch bestens aus der gemeinsamen Zeit beim FC Bayern, die für den Ex-Profi Ende Januar 2011 zu Ende ging. "Zwei so routinierte Weltstars hätten mit ihrer Qualität und Vorbildfunktion meinem jungen Team gut getan", führte der 42-Jährige weiter aus. 

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Verabschiedeten sich mit dem Doublegewinn vom FC Bayern: Ribéry (l.) und Robben



Bei Ribéry sei jedoch schnell klar gewesen, dass ein Engagement des Franzosen finanziell nicht realisierbar ist. Der 36-Jährige schloss sich Ende August dem AC Florenz an. Bei Robben, der bereits zwei Jahre lang (2002 - 2004) für PSV Eindhoven gespielt hatte, sei van Bommel lange Zeit hartnäckig dran gewesen, "aber die Entscheidung über ein Karriereende kann ein Profi nur für sich allein treffen", sagte der 42-Jährige. "Wie schwierig das ist, weiß ich aus eigener Erfahrung", so van Bommel, der Mitte Dezember seinen Trainerposten in Eindhoven räumen musste. 


Nach der Vizemeisterschaft in der letzten Saison "lief die aktuelle Spielzeit unglücklich für uns, mit dem frühen Aus für die Champions League, dazwischen die Niederlage im Supercup", gab der ehemalige Nationalspieler zu Protokoll. Verletzungen und Sperren hätten die Lage zudem erschwert. "Wir haben dann wieder gut gespielt, aber die Punkte nicht geholt", betonte der Ex-Coach. "Ich weiß, dass ich als Trainer aber für die sportlichen Ergebnisse die Verantwortung und damit am Ende auch die Konsequenzen tragen muss."


Van Bommel: "Die Bundesliga hat mich schon immer fasziniert"

Eine Rückkehr in die ​Bundesliga als Trainer kann sich van Bommel, der in Holland "der Deutsche" genannt wird, gut vorstellen. "Die Bundesliga hat mich schon immer fasziniert, ob als Trainer, Spieler oder Kind", erklärte der 42-Jährige, der als Bundestrainer seinen einstigen Mannschaftskollegen Thomas Müller mit zur EM nehmen würde. "Er ist wichtig für jede Mannschaft, ob er nun spielt oder nicht. Denn er tut alles für den Erfolg des Teams", so der Niederländer.