Das Tauziehen um Leroy Sané geht weiter, vor dem Auswärtsspiel von Manchester City bei Tottenham Hotspur gießt Pep Guardiola neues Öl ins Feuer. Eine mögliche Vertragsverlängerung des Flügelspielers will er weiterhin nicht ausschließen.


Seit langer Zeit bemüht sich City darum, den 2021 auslaufenden Vertrag zu verlängern - bislang vergebens. Trotz der Kreuzbandverletzung von Leroy Sané deuteten die Anzeichen monatelang auf einen Wechsel zum ​FC Bayern München im Sommer 2020 hin, ​der Berater-Wechsel sorgt jedoch dafür, dass die Verhandlungen entgegen ursprünglicher Meldungen wieder neu aufgerollt werden.


Den Namen Sané haben die Entscheider an der Säbener Straße noch immer im Hinterkopf. Anders als im Sommer will man aber nicht mehr so forsch über einen potenziellen Transfer sprechen, wie Karl-Heinz Rummenigge vor kurzem betonte (Quelle: tz, zitiert via ​Sport Bild): "Sollten wir grundsätzlich noch Interesse haben – was ich nicht ausschließe –, werden wir zuerst mit dem Klub sprechen, um von Anfang an eine freundschaftliche Gesprächsatmosphäre zu schaffen."


Wie Sport1 berichtet, haben diese Worte keinen Effekt auf die Verhandlungen - denn dahinter steckt nicht mehr als ein strategischer Schachzug. Entscheidend ist ohnehin nicht, was die Klubs wollen - sondern mehr, was Sané will.


Guardiola schließt Verlängerung nicht aus


Das ist wiederum völlig unbekannt. Öffentlich hat sich der 23-Jährige kein einziges Mal zu den Transfergerüchten geäußert. Noch immer hat Sané seinen Vertrag in Manchester nicht verlängert, aufgrund der Restlaufzeit von einem Jahr gilt ein Abschied im Sommer als wahrscheinlich. Aufgegeben hat Pep Guardiola die Hoffnung auf eine Verlängerung aber nicht: "Die letzte Info, die ich habe, ist die, dass wir ihm vor langer Zeit ein Angebot gemacht haben. Und das hat er die ganze Zeit über nicht angelehnt", so der Katalane, "seitdem habe ich nichts anderes gehört."

Pep Guardiola

     Hält eine Vertragsverlängerung von Leroy Sané noch immer für möglich: Pep Guardiola.


Viel Zeit hat Guardiola nicht mehr, um seinen Schützling zu einer Verlängerung zu bewegen. Aber Sané steht mittlerweile wieder auf dem Trainingsplatz, macht sukzessive Fortschritte - und könnte bald wieder auf dem Platz stehen: "Dass Sané wieder mit uns trainiert, ist eine gute Nachricht. Er hat sich schon sehr gut bewegt, es ist schön, ihn wieder bei uns zu haben. Ich denke, er braucht noch etwas mehr Zeit."


Auch die Aussagen von Guardiola klingen nach purer Verhandlungstaktik. Bereits im vergangenen Sommer pokerte der Erfolgstrainer öffentlich, zu keinem Zeitpunkt wollte er sich darauf festlegen, wofür sich Sané entscheidet. Hinter den Kulissen aber - darauf deutet auch die im Sommer aufgerufene Ablösesumme von 150 Millionen Euro hin - könnte er sich bereits mit einem Wechsel abgefunden haben.

Bayern-Offerte lukrativer


Brisant wird es dabei mit einem Blick auf die unterschiedlichen Vertragsangebote. Laut Sam Lee, der für The Athletic als City-Korrespondent tätig ist, sollen die Münchner ein deutlich besseres Angebot unterbreitet haben. Das behauptet auch Sky Sport. Dass Sané mittlerweile bei LIAN Sports unter Vertrag steht, wird als Indiz dafür gewertet, dass noch mehr Geld herausgeschlagen werden soll - stellt sich nur die Frage, ob City das Angebot nach über einem halben Jahr plötzlich erhöht.

Angeblich spricht viel für einen Transfer zum FC Bayern - nachdem BILD und Welt jedoch darüber berichteten, dass Sané Zweifel hege, würde er laut Sky Sport auch einen Transfer zum FC Barcelona oder Real Madrid in Betracht ziehen, sofern Interesse bestünde

Ein Ende ist nicht in Sicht


Die vielen unterschiedlichen Aussagen und Medienberichte sorgen seit Monaten für Verwirrung - allen voran, da noch immer unklar ist, was Sané überhaupt will. Die Transfersaga wird die Medienlandschaft noch bis zum Saisonende und darüber hinaus begleiten, ein Ende ist nicht in Sicht. Folglich gilt es, abzuwarten, bis in einigen Monaten etwas Offizielles bekanntgegeben wird. Da sich die Münchner zunächst einmal auf die Vertragsverlängerungen mit dem eigenen Personal fokussieren wollen, dürfte es in den kommenden Wochen ohnehin etwas ruhiger werden