Die Befürchtungen, dass Fenerbahce Istanbul die Leihe von Simon Falette abbrechen und den Innenverteidiger zurück zu ​Eintracht Frankfurt schicken muss, scheinen sich zu bewahrheiten. Aufgrund der Regularien des Financial Fair Play schafft es der türkische Erstligist nicht, für die benötigte Spielberechtigung die anfallenden Gehaltskosten zu zahlen. Das Resultat: Die vorzeitige Rückkehr nach Deutschland steht bevor.


Für beide Seiten schien es die optimale Lösung zu sein. Mit der ​Leihe zu Fenerbahce Istanbul hätte Simon Falette seit langer Zeit wieder die Chance auf regelmäßige Einsatzzeiten gehabt. Bei Eintracht Frankfurt spielt er in den Planungen von Trainer Adi Hütter keine Rolle - in der aktuellen Saison kommt er lediglich auf einen Einsatz. Schon in der Vorsaison hat er es auf insgesamt nur sieben Spiele in der Liga geschafft. 


Fenerbahce mit Limit-Überschreitungen beim FFP - Falette vor Rückkehr zur SGE


Die ausgehandelte Kaufoption, die für den Sommer Bestand hatte, hätte ein längeres Engagement in der Türkei möglich gemacht. Nun wird wohl ​der gesamte Deal platzen. Der Grund dafür ist das Financial Fair Play und die bereits überzogenen Zahlungen von Fenerbahce. Da der 27-Jährige pro Monat rund 100.000 Euro gezahlt bekommen hätte, scheitert die Leihe. Durch die Zahlungs-Limits, die man ohne hochkarätige Abgänge wie Max Kruse oder Vedat Muriqi nicht ausgleichen kann (via Transfermarkt), fehlte ihnen die Spielberechtigung für Falette. Dementsprechend wird der gebürtige Franzose wohl zur SGE zurückkehren müssen, und das nach weniger als vier Wochen.

Simon Falette

Ein seltener Anblick: Simon Falette in Diensten der Frankfurter



Sowohl für den Verein, wie für den Spieler selbst alles andere als eine zu verschmerzende Entwicklung. Ob die Eintracht bis zum Ende des derzeitigen Transferfensters (am kommenden Freitag) noch einen neuen Abnehmer findet, erscheint fraglich. Aufgrund des Ärgers mit Fenerbahce sieht es momentan so aus, als würden alle Parteien ein weiteres halbes Jahr beisammen bleiben müssen - auch wenn das eigentlich keiner möchte.