​Am vergangenen Spieltag ging die Erfolgsserie von ​RB Leipzig durchaus überraschend zu Ende. Nach neun ungeschlagenen Ligaspielen, in denen die Roten Bullen stolze 25 Zähler holten, setzte es in Frankfurt eine 0:2-Niederlage, nach der Cheftrainer Julian Nagelsmann mit seiner Mannschaft hart ins Gericht ging. Sportdirektor Markus Krösche kann die scharfe Kritik des Übungsleisters an seinen Spielern absolut nachvollziehen.


"Er hat völlig recht, das anzusprechen - auch in dieser Art und Weise", wird Krösche vom Sport-Informations-Dienst zitiert. "Es ist wichtig für uns, dass wir immer an die Grenzen gehen. Jeder, der Julian kennt, weiß, dass er sehr ehrgeizig ist und dass er das, was er denkt, auch knallhart ausspricht." Nagelsmann hat nicht zum ersten Mal in dieser Saison die Leistung seiner Mannschaft deutlich kritisiert. 

Julian Nagelsmann

War mit dem jüngsten Auftritt seiner Mannschaft alles andere als zufrieden: Julian Nagelsmann



"Wir sind nicht auf einem Niveau mit Bayern oder Dortmund. Deshalb müssen wir jede Trainingsminute besser nutzen als Bayern oder Dortmund, um näher heranzukommen", stellte der 32-Jährige unmissverständlich klar. Im Vorfeld der Partie in Frankfurt habe Nagelsmann auch im Training bei einigen Spielern eine gewisse Einstellung vermisst. "Es ist nicht so einfach auf dem Platz, wenn man im Training nicht an die Grenze geht", erklärte der RB-Coach. "Mir geht’s einfach um die paar letzten Prozentpunkte. Da muss man hin und wieder die Finger in die Wunde legen."


Nagelsmann-Standpauke zur rechten Zeit?

Die ​öffentliche und deutliche Kritik von Nagelsmann kommt zum richtigen Zeitpunkt, da sich nicht nur die ärgsten Verfolger zuletzt in einer starken Verfassung präsentiert haben, sondern auch richtungsweisende Partien anstehen. Neben den Topspielen in der ​Bundesliga gegen ​Borussia Mönchengladbach und den ​FC Bayern München steht in der nächsten Woche auch das DFB-Pokal-Achtelfinale gegen ​Eintracht Frankfurt auf dem Programm.