​In der Chefetage der ​TSG Hoffenheim kam es in den vergangenen Tage zu Ärger. Grund dafür ist die Vorstellung des neuen Direktors Denni Strich. Geschäftsführer Dr. Peter Görlich sah seine Position im Verein damit geschwächt.


Ab dem 1. Februar erweitert sich der Kreis der Verantwortlichen bei der TSG Hoffenheim um einen neuen Direktor. Der sogenannte Posten für Sales & Marketing wird mit dem 53-jährigen Denni Strich besetzt. Laut der Bild sorgte dies allerdings für einigen Krach in der Kraichgauer Chefetage.


Hinter den Kulissen soll sich in den vergangenen Tagen ein großer Machtkampf abgespielt haben. Denn die neue Besetzung mit Strich rief vor allem Geschäftsführer Dr. Peter Görlich auf den Plan. Dieser ist ebenfalls für das Marketing verantwortlich und sah seinen Aufgabenbereich deutlich eingeschränkt. Ohnehin sei er für die Einrichtung des neuen Postens nicht verantwortlich.


TSG Hoffenheim: Medien-Direktor Christian Frommert bringt Stein ins Rollen


Grund für den Ärger soll vor allem Hoffenheims Medien-Direktor Christian Frommert gewesen sein.​ Dieser schlug Strich als neuen Direktor vor und empfahl ihn sogar bei Mäzen Dietmar Hopp. Görlich gab sich nicht zufrieden und wehrte sich lange vehement gegen dieses Vorgehen. Die neue Konstellation bei der TSG komme nicht von ungefähr.


Frommert und Strich sollen befreundet sein und sich aus gemeinsamen Zeiten kennen. Der "Neuzugang" für die Chefetage war in der Vergangenheit 13 Jahre lang für den DFB verantwortlich. Dort arbeitete er ebenfalls im Marketingbereich. Die Unstimmigkeiten mit Görlich waren damit vorprogrammiert.

Dietmar Hopp

Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp verspürt eine gereizte Atmosphäre



Der 52-Jährige schien die Wogen in einem offiziellen Statement zumindest etwas glätten zu wollen: "Ganz im Sinne von Spezialisierung und Vernetzung sehen wir Denni Strich mit seiner enormen Erfahrung hier als Bindeglied, der unserer erfolgreichen Arbeit in den vergangenen Jahren noch einmal einen Schub verleihen wird.“


Reine Luft herrscht in Hoffenheim damit aber trotzdem noch nicht. Fest steht nur, dass sich der ​Bundesligist für den Moment mit erfahrenem Fachpersonal verstärkt. Im Sinne der Außenwirkung sollte Görlich die neue Situation akzeptieren. Das Brodeln im Verein wird damit allerdings nicht abklingen.