​Seit eineinhalb Jahren hütet Kepa Arrizabalaga das Tor des ​FC Chelsea. Der hochveranlagte Keeper stellte die Verantwortlichen mit seinen Leistungen zuletzt aber nicht zufrieden. Die Blues schauen sich bereits nach einem Ersatz für den Spanier um.


Mit 25 Jahren ist Kepa Arrizabalaga in einem hervorragenden Fußballalter. Dazu hat er einen Stammplatz bei einem der prestigeträchtigsten Klubs Europas. Im Prinzip könnte die Situation für den Spanier kaum besser sein.


Doch in den vergangenen Wochen zeigte er nicht die von der Klubführung erwarteten Leistungen. Seinen Kasten hielt er in den vergangenen sechs Ligapartien nur ein Mal sauber. Trainer Frank Lampard forderte seinen Schützling nun auf, an sich zu arbeiten. "Ohne Frage, er will sich noch deutlich steigern. Und das sollte er auch", wird der 41-Jährige von CFC News Report zitiert.


Chelsea nimmt Kandidaten ins Visier


Trotz seiner Anlagen erreicht Kepa sein Potential weiterhin nicht wie vorgestellt. Mit den Blues steht der Torhüter aktuell auf dem vierten Tabellenplatz in der Premier League. Doch gerade defensiv zeigt sich Chelsea unter Lampard oft nicht sattelfest. 32 Gegentreffer in 24 Spielen sind für die Blues zu viel - galten sie doch über die letzten Jahre als eine der stabilsten Defensiven in England. Kepa wird für die vielen Gegentore offenbar zumindest als Mitverantwortlicher gesehen. Noch spricht ihm sein Trainer aber Mut zu: "Ich mag seine Einstellung und den Fakt, dass er bodenständig ist und so gut sein will wie er kann", so Lampard.

Kepa Arrizabalaga

Trotz Stammplatzgarantie schwächelt Chelseas Nummer Eins


Doch unangefochten ist der Status des 25-Jährige in keinem Fall mehr. Wie die englische Times berichtet, schauen sich die Blues bereits nach möglichen Nachfolgern um. Dabei wurden vor allem Burnleys Nick Pope und Dean Henderson von ​Manchester United ins Auge gefasst. Der 22-Jährige ist derzeit bis Saisonende an Aufsteiger Sheffield United ausgeliehen und macht mit starken Leistungen auf sich aufmerksam. Bis zum Monatsende könnte Chelsea noch auf dem Transfermarkt tätig werden. 


Eine endgültige Entscheidung in der Torhüter-Debatte gibt es aktuell noch nicht. Eher wurde Kepa eine Art Bewährungsprobe verordnet. Klar ist allerdings auch, dass der Keeper definitiv nicht die einzige Schwachstelle bei den Londonern ausmacht. Doch die Schnelllebigkeit in ​England bringt viele Opfer. Der mit einem Marktwert von 60 Millionen Euro dotierte Kepa könnte das Nächste sein.​