Oh man, geht das schon wieder los mit dem uneinheitlichen Gesamtbild, das die sportliche Führungsriege des ​Hamburger SV nach außen abgibt? Zu diesem Schluss muss man nämlich kommen, wenn man Meldungen der Hamburger Morgenpost Glauben schenkt, denen zufolge eine Verpflichtung des slowakischen Stürmers ​Robert Bozenik daran scheiterte, dass die entscheidenden Leute im Klub sich nicht einig über den Transfer waren.


Und als sie es dann doch waren, war schon so viel Zeit verstrichen, dass auch andere Klubs in Europa (wie Feyenoord Rotterdam, Besiktas Istanbul und ZSKA Moskau) auf den 20-jährigen Angreifer aufmerksam wurden. Weshalb dessen Klub, MSK Zilina, einfach mal die Ablöseforderung erhöhte. Von drei Millionen, die der HSV auch gezahlt hätte, auf dann satte fünf. Damit war der Deal für die Hamburger nicht mehr zu stemmen.


Hoffmann bestreitet, Bozenik abgelehnt zu haben


Dem Bericht der Mopo zufolge, ging es im Kern um die Frage, ob Bozenik, bislang in einer eher unbedeutenden Liga Europas unterwegs, wirklich das Zeug hätte, dem HSV eine Soforthilfe zu sein. Laut dem Blatt bejahten dies der Trainerstab und Jonas Boldt, während Vorstandschef Bernd Hoffmann seine Bedenken hatte - und sein Veto einlegte. Im Zuge dessen soll dann auch der Aufsichtsrat der Hanseaten Hoffmann beigesprungen sein.

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Hoffmann selbst dementierte diese Version gegenüber der Morgenpost aufs Heftigste: "Das ist kompletter Unfug, eine absolute Räuberpistole." Wie dem auch sei - mittlerweile hat sich der HSV sowieso anderweitig umgesehen - und mit Joel Pohjanpalo eine akzeptable Alternativ-Lösung unter Dach und Fach bringen können.