In der "Causa Nübel" gibt es noch immer einige Randthemen, die für Schlagzeilen sorgen. Nachdem der ablösefreie Wechsel von Alexander Nübel zu ​Bayern München oftmals kritisiert wurde, warf dessen Berater Stefan Backs dem ehemaligen Sportvorstand Christian Heidel vor, die Vertragsverlängerung verpasst zu haben. Heidel wehrte sich nun vehement dagegen.


Seit Monaten sorgt die Personalie um Alexander Nübel für Gesprächsstoff und auch Frustration bei den Fans. Dass der 23-Jährige seinen Vertrag bei ​Schalke 04 nicht verlängern und stattdessen lieber das aktuelle Arbeitspapier erfüllen und anschließend gehen möchte, muss man respektieren. Der Schritt zu Bayern München hingegen wurde von vielen Seiten kritisiert - immerhin sei die Spielpraxis in Nübels Situation am wichtigsten. Dass er die beim Rekordmeister auch direkt bekommt, erwartet wohl niemand. 


Heidel reagiert mit "Verständnis" auf die Vorwürfe


Stefan Backs, seines Zeichens Berater des jungen Torhüters, sah sich dementsprechend in der Pflicht, sich und die getroffene Entscheidung zu verteidigen. Im Interview mit 11Freunde schob er somit an, dass Schalke den Vertrag seines Klienten ja schon längst hätte verlängert haben können. Der damals bis Februar 2019 noch zuständige Sportvorstand, Christian Heidel, habe sich auf die Anrufe "nicht zurück gemeldet", so Backs. Der Berater weiter: "Christian Heidel und ich sind nicht in Kontakt gekommen." Damit zeichnet er, wenn auch indirekt, das Bild des Ex-Sportvorstands, der die so wichtige Vertragsverlängerung verschlafen hat. 

Alexander Nuebel

Nübels Abschied und sein Zielort München sorgen weiterhin für Gesprächsstoff


Heidel hingegen möchte sich das nicht bieten lassen. Auch er äußerte sich gegenüber Sport1 nun zu der Thematik. "Ich hatte im November und Dezember 2018 fast täglichen Kontakt mit Stefan Backs per Telefon, SMS oder E-Mail, da er einen Streit hatte mit dem ehemaligen Berater von Ralf Fährmann über Beratungshonorare", erklärte der 56-Jährige. Dabei habe er sogar noch zu einer Schlichtung des angesprochenen Streits beigetragen. Zudem soll zu diesem Zeitpunkt noch eine Leihe zum ​FC Augsburg im Raum gestanden haben, wie Heidel berichtete. Diese habe er zwar abgelehnt, aber auch dadurch habe man weiteren Kontakt bezüglich Nübel gehabt. 


So steht in dieser Thematik nun Aussage gegen Aussage. Es ist ein Thema, was zwar schon das eine oder andere Mal die Runde machte, aber mit direkten und dazu gegensätzlichen Aussagen wurde diese Debatte noch nicht geführt. Etwas Verständnis für die vielleicht komplizierte Situation der zahlreichen Kritik, die Backs nun entgegenschlägt, hat Heidel allerdings, versehen mit einer kleinen Spitze: "Dass der Wechsel jetzt vom Berater irgendwie begründet werden muss, nachdem er öffentlich in die Kritik gekommen ist, ist verständlich."