​Der ​FC Bayern München konnte sich am Sonntagnachmittag beim Gastspiel gegen Hertha BSC mit ​4:0 durchsetzen. Trotz des gelungenen Rückrundenstarts ist Hasan Salihamidzic weiterhin eifrig mit der kurz- und mittelfristigen Kaderplanung beschäftigt. Cheftrainer Hansi Flick darf sich wohl schon bald über einen neuen Außenverteidiger freuen. Timo Werner hingegen wird wohl auch im kommenden Sommer keine ernsthafte Option sein.


In den vergangenen Wochen hatte Hansi Flick kaum eine Möglichkeit ungenutzt liegen lassen, um auf die ​dünne Personaldecke der Münchner in der Defensive und insbesondere auf der rechten Außenbahn hinzuweisen. Manager Hasan Salihamidzic zeigte zwar wenig Verständnis für das öffentliche Wehklagen des FCB-Trainers, soll sich im Hintergrund dennoch intensiv um einen Neuzugang bemüht haben.


Neuer Rechtsverteidiger im Anmarsch?


Nach dem Sieg gegen die Herthaner hatte Flick erneut auf den Nachholbedarf in der Hintermannschaft der Münchner hingewiesen und bestätigte, dass es zu einer internen Beleuchtung der Sachlage gekommen sei. Laut Informationen des zumeist sehr gut unterrichteten Sport1-Reporters Florian Plettenberg sollen die Münchner bereits in weit fortgeschrittenen Verhandlungen mit einem neuen Rechtsverteidiger stehen. Konkrete Namen gehen aus dem Bericht zwar nicht hervor, zuletzt wurden mit dem Brasilianer ​​Dodo von Shakhtar Donezk und Thomas Meunier, aktuell in Diensten von Paris Saint-Germain, aber bereits zwei namhafte Kandidaten ins Gespräch gebracht.


Transfer beim FC Bayern: Kühn kommt aus Amsterdam


Abseits dieser Verhandlungen soll auch ein weiterer Transfer unmittelbar vor einer Vollendung stehen. So berichtet der Telegraaf, dass die Bayern drauf und dran sind, den 20-jährigen Offensivspieler Nicolas Kühn bis zum Saisonende von Ajax Amsterdam auszuleihen. Der ehemalige Jugendspieler von ​RB Leipzig war vor zwei Jahren zum niederländischen Spitzenklub gewechselt, kam dort aber bislang nicht über regelmäßige Einsätze für die zweite Mannschaft hinaus.

Nicolas Kuhn

Um seiner Karriere wieder etwas mehr Schwung zu verleihen, will sich der Rechtsaußen dem Vernehmen nach durch überzeugende Leistungen in der zweiten Mannschaft des FC Bayern für höhere Aufgaben empfehlen. Da der Vertrag des U20-Nationalspielers mit seinem Stammklub bereits im Sommer 2021 ausläuft, könnten sich die Münchner aussichtsreiche Chancen auf einen längerfristigen Verbleib machen, auch wenn eine Kaufoption bislang noch nicht bestätigt wurde.


Werner weiterhin kein Thema beim FC Bayern - Neujustierung bei Sane?


In Sachen Verstärkungen für die Offensive beschäftigen sich die Münchner im Frühjahr des vergangenen Jahres intensiv mit ​Timo Werner. Letztendlich hatten die Bayern aber dann doch Abstand von einer Verpflichtung des Goalgetters von RB Leipzig genommen. Obwohl der Nationalstürmer in der aktuellen Spielzeit schon 20 Treffern erzielen konnte und sich somit aktuell mit Robert Lewandowski die Spitze der Torjägerliste teilt, soll Werner laut kicker weiterhin kein heiß gehandeltes Eisen in München sein. 


Selbst die Tatsache, dass der Angreifer dank einer Vertragsklausel für verhältnismäßig moderate 50 Millionen Euro zu haben wäre, soll die Münchner nicht aus der Deckung gelockt haben.

Leroy Sane

Transferziel Nummer Eins für die Offensive soll vielmehr weiterhin Leroy Sane sein. Lange galt der Wechsel des Wirbelwinds von Manchester City als eine Frage der Zeit zu sein, da der deutsche Nationalspieler zuletzt aber ​seinen Beraterstab ausgewechselt hat, könnten die Karten nun noch einmal komplett neu gemischt werden. Eine Vertragsverlängerung des derzeit noch verletzten Offensivspielers bei den Skyblues ist laut kicker noch nicht vom Tisch.


Last but not least wäre da noch Manuel Neuer. Der mehrmalige Welttorhüter hat sich in der aktuellen Spielzeit wieder einmal als äußerst verlässliche Größe herausgestellt. Kein Wunder also, dass die Bayern alle Hebel in Bewegung setzten möchten, um den Kontrakt mit der klaren Nummer Eins vorzeitig zu verlängern. 


Noch konnte jedoch keine Einigung erzielt werden, wohl auch, da mit Alexander Nübel im kommenden Sommer ein neuer Keeper seinen Hut in den Münchener Ring werfen wird und weiterhin Unklarheit darüber herrscht, ob der Schlussmann des FC Schalke 04 - ganz zum Unmut von Manuel Neuer - mit dem ​Versprechen von regelmäßigen Einsätzen geködert worden war.