In den kommenden beiden Bundesligaspielen gegen ​Borussia Mönchengladbach und Bayern München geht es für den FC Schalke 04 um eine Entscheidung auf der Torwart-Position. Alexander Nübel fehlt weiterhin gesperrt, Vertreter Markus Schubert erledigte seine Aufgaben mit Bravour. Der 21-Jährige traut sich einen Stammplatz in der Rückrunde zu - und glaubt auch an einen Durchbruch von Konkurrent Nübel beim FC Bayern.


Seit Ende Dezember hat sich Nübel auf Schalke keine Freunde gemacht. Die bisherige Nummer eins entschied sich nach monatelangem Hin und Her gegen eine Vertragsverlängerung über 2020 hinaus, kurze Zeit später wurde über einen ablösefreien Transfer nach München berichtet. Der ist mittlerweile offiziell und sorgt beim deutschen Rekordmeister für viel Wirbel - doch auch auf Schalke gibt es ungeklärte Fragen.

Alexander Nuebel

Der Platzverweis gegen Eintracht Frankfurt wird Nübel womöglich zum Verhängnis. Erschwert wird die Situation durch seinen angekündigten Wechsel zum FC Bayern.



Gegen Gladbach sowie seinem zukünftigen Arbeitgeber darf Nübel nur von der Tribüne aus zusehen. Markus Schubert, der im Sommer von Dynamo Dresden verpflichtet und zunächst als Nummer zwei eingeplant wurde, kann sich wie schon in den letzten beiden Bundesligaspielen gegen Wolfsburg und Freiburg für höhere Aufgaben empfehlen. Nicht ausgeschlossen ist, dass Nübel - um Unruhen zu vermeiden - nicht nur die Kapitänsbinde, sondern auch seinen Stammplatz verliert.


"Ich traue mir das auf jeden Fall zu", sagt Schubert im Interview mit BILD über den vakanten Posten im Tor. "Sonst wäre ich nicht zu Schalke gewechselt." Eine endgültige Entscheidung sei jedoch noch nicht absehbar, "aktuell", so der 21-Jährige, "geht es nur um die nächsten zwei Spiele."


Schubert traut Nübel den Durchbruch zu


Beim FC Bayern wird sich Nübel vorerst hinten anstellen müssen, solange Manuel Neuer seine gute Form aus der Hinrunde beibehält. Schubert erkennt durchaus Parallelen zu seiner persönlichen Situation auf Schalke. Nach zahlreichen Gesprächen habe er sich für Königsblau entschieden, obwohl er auf einen Stammplatz verzichten musste. 


Das lag offenbar auch an der überzeugenden Arbeit von Torwart-Trainer Simon Henzler: "Wenn ich beherzige, was er sagt, dann kann ich mich enorm weiterentwickeln. Das letzte halbe Jahr war allein wegen des Trainings sehr erfolgreich. Ich bin mit der Entscheidung zu 100 Prozent zufrieden, weil ich mich enorm weiterentwickeln konnte."

Markus Schubert

   Markus Schubert traut sich zu, auf Schalke zu bestehen - und glaubt auch, dass sich Nübel beim FCB durchsetzen kann.



Ähnlich soll es auch für Nübel in München verlaufen. Mittelfristig will er in die Fußstapfen von Neuer treten - Konkurrent Schubert traut ihm diesen Sprung zu: "Auf jeden Fall! Ich habe ihn bei der U21-EM im Sommer noch mal näher kennengelernt. Er ist ein überragender Torhüter mit viel Potenzial." 


In den kommenden Wochen wird sich Nübel allerdings erst einmal auf Schalke behaupten müssen - es bleibt offen, mit wieviel Spielpraxis er sich den Bayern anschließen wird.


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