​Dass es im Fußball Verträge mit seltsamen Klauseln gibt, ist allseits bekannt. Hier eine Ausstiegsklausel, die nach einem Jahr greift, dort eine Nicht-Einsatz-Klausel, wenn es gegen den alten Klub geht - der Beispiele gibt es viele. Jetzt hat die konservative spanische Tageszeitung ABC (via Sportbild) enthüllt, welche Klausel den Neuzugängen des ​FC Barcelona in das Vertragswerk eingeflochten wird. 


Es ist die sogenannte Piqué-Klausel. Selbige besagt, dass es fortan allen Neuzugängen des Klubs untersagt ist, neben der Fußball-Karriere unternehmerische Aktivitäten im größeren Stil zu betreiben. Diese Vertragsbestimmung soll bereits in den Arbeitspapieren der diesjährigen Neuzugänge, wie z.B. Frenkie de Jong, enthalten sein.


Hintergrund ist das umtriebige Wirken ​Gerard Piqués, der seit einiger Zeit mehr als Unternehmer denn als Fußballer von sich reden macht.


Piqué mittlerweile mehr Unternehmer als Spieler


So ist der 32-jährige Abwehrspieler der Blaugrana mit seiner "Kosmos Holding" mittlerweile der Organisator des Davis Cups im Tennis, und hat diesen traditionsreichen und mehr als hundert Jahre alten Wettbewerb binnen kürzester Zeit derart auf links gedreht, dass man ihn quasi gar nicht mehr wiedererkennt. 


Weitere Aktiva in Piqués Portfolio sind Firmen wie Esports Medias Rights, Kypers (Sonnenbrilllenhersteller), "426 miles" (Iso-Getränke), Kerad 3 Invest - um nur einige zu nennen.

Die Barça-Verantwortlichen sehen diese außerberuflichen Aktivitäten mit Argwohn. 


Man zweifel schlicht und einfach daran, dass der Spieler noch den Fokus auf den Fußballsport (wofür er vom Klub ja auch fürstlich entlohnt wird!) gerichtet hat. Durch seine unternehmerischen Belange soll Piqué ganze Trainingstage verpasst haben. Der Spieler selbst spielt das alles - naturgemäß - ein wenig runter. Der Marca sagte er unlängst: "Ich habe mit dem Manager darüber gesprochen, unsere Beziehung ist sehr gut."


Na, dann...