​Am kommenden Sonntagnachmittag startet der ​FC Bayern München mit einem Gastspiel bei Hertha BSC in die Rückrunde. Cheftrainer Hansi Flick hatte zuletzt kaum eine Gelegenheit ungenutzt liegen lassen, um auf den ​Bedarf eines neuen Rechtsverteidigers hinzuweisen. Offenbar konnte sich Sportdirektor Hasan Salihamidzic mittlerweile dazu durchringen, diese Bitte in Angriff zu nehmen - der FC Bayern hat die Fühler nach dem jungen Rechtsverteidiger Dodo ausgestreckt.


Der 21-jährige Brasilianer steht aktuell beim ukrainischen Spitzenklub Shakhtar Donezk unter Vertrag und gilt als ein großer Hoffnungsträger seines Heimatlandes auf der rechten Außenbahn. Bevor sich der Defensivspieler im Januar 2018 den Ukrainern angeschlossen hatte, galt auch der ​FC Schalke 04 als Interessent. Nun, zwei Jahre später, soll der FC Bayern München laut Informationen der brasilianischen Abteilung von Goal ein konkretes Angebot in Höhe von 25 Millionen Euro hinterlegt haben. Die Gegenseite soll jedoch noch zögern.


Donezk fordert mehr Ablöse für Dodo


Dem Bericht zufolge soll sich Donezk bislang als harter Verhandlungspartner herausgestellt und die erste Offerte der Münchner dankend abgelehnt haben. Bereits in der Vergangenheit hatte sich der ukrainische Topklub als ausgefuchster Akteur auf dem Transfermarkt einen Namen gemacht und aus Südamerika verpflichtete Spieler mit einem fetten Plus verkauft. Auch bei Dodo winkt nun eine fette Gewinnmaximierung, hatte Donezk einst doch nur zwei Millionen Euro an Dodos Ex-Klub Coritiba FC entrichten müssen.

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Fraglich bleibt indes, inwieweit sich die Entscheider beim deutschen Rekordmeister auf ausufernde Verhandlungen einlassen werden. Dass Interesse an Dodo erscheint zwar verbrieft zu sein, schließlich hatte auch der kicker bereits am Donnerstag über Überlegungen in diese Richtung berichtet, der Fachzeitschrift zufolge sollen bei der Führungsspitze der Bayern aber leichte Zweifel an dem offensivstarken Rechtsverteidiger aufgekommen sein. 


Dünne Personaldecke beim FC Bayern


Neben Dodo gelten daher auch weiterhin Benjamin Henrichs und Joao Cancelo als potenzielle Transferziele. Selbst der langjährige Münchner Rafinha, mittlerweile wieder in seiner brasilianischen Heimat aktiv, hatte zuletzt öffentlich zu Protokoll gegeben, dass er seinem Ex-Klub auf Nachfrage ohne großes Zögern ​zur Verfügung stehen würde. Diese Bewerbung des Routiniers kommt nicht von ungefähr, hatte Bayern-Coach Hansi Flick doch zuletzt wiederholt den Wunsch nach weiteren defensiven Optionen geäußert.


Das Spielerprofil von Dodo:

​PositionRV​
​Alter​21
​Marktwert​4 Mio. Euro
​Vertragslaufzeit​30.06.2022
​Donezk-Spiele​20
​Donezk-Scorerpunkte​5

(Marktwert laut transfermarkt.de)


Mit Niklas Süle, Lucas Hernandez und Javi Martinez fallen derzeit drei potenzielle Innenverteidiger aus. Da Benjamin Pavard daher in der Abwehrzentrale gebraucht wird und Joshua Kimmich im zentralen Mittelfeld eingeplant ist, drückt auf der rechten Abwehrseite der Schuh erheblich. Flicks erstes öffentliches Wehklagen über diese Situation im Rahmen des Trainingslagers war zwar auf wenig Gegenliebe seitens des Bayern-Managers ​Hasan Salihamidzic gestoßen, mittlerweile dürften aber alle, die beim FC Bayern etwas zu sagen haben, den Ernst der Lage erkannt haben.