Die Transferperioden sind ein gefundenes Fressen für die Medienbranche. Über Wochen hinweg kann fleißig spekuliert und recherchiert werden, erste Informationen werden als wertvolle Exklusiv-News präsentiert. Die Riege der europäischen Spitzenklubs hat sich längst an die buntesten Geschichten gewöhnt, und auch im aktuellen Januar-Transferfenster wird die ein oder andere wilde Geschichte ausgepackt. Das gilt auch für den FC Bayern. 90min nennt die fünf unsinnigsten Transfergerüchte über den Rekordmeister.


Wilfried Zaha

Wilfried Zaha

Ja, die Mannschaft und Trainer Hansi Flick würden aufgrund der Personalnot einen weiteren Flügelspieler begrüßen. ​Wilfried Zaha wäre aktuell jedoch der personifizierte Paniktransfer. Glänzte der Ivorer in der Spielzeit 2018/19 noch mit je zehn Toren und zehn Vorlagen, so steht er derzeit gerade einmal bei drei Treffern und drei Assists.


Dennoch verlangt Crystal Palace dem Vernehmen nach einen exorbitanten Preis für Zaha, der sich mit 27 Jahren dem Ende seiner fußballerischen Entwicklung zuneigt. Wirkte es noch vor einem Jahr so, als sei er bereit für den Sprung zu einem Spitzenklub, so ist er aktuell weit davon entfernt. Der FC Bayern fährt besser damit, im Sommer den nächsten Vorstoß bei Leroy Sané zu wagen.


Lucas Paqueta

Lucas Paqueta

Lucas Paqueta ist ein vielseitig einsetzbarer Mittelfeldspieler, der mit 22 Jahren noch am Anfang seiner Karriere steht und von den reinen Daten in das Beuteschema des FC Bayern passen würde. Aber das Gerücht stammt von calciomercato - das italienische Online-Portal hat sich mit dem Streuen von aus der Luft gegriffenen News bereits einen Namen gemacht.


Sicherlich erlebt Paqueta aufgrund der turbulenten Saison der AC Mailand ein schwieriges Jahr, doch vielmehr dürfte er beim Rekordmeister nicht in Betracht gezogen werden, da man sich bei der Suche nach einem neuen Zehner vorrangig um die Verpflichtung von Kai Havertz bemühen wird. Auch auf den tieferen Positionen wären Neuverpflichtungen nicht gerade sinnvoll, sind die Münchner in der Zentrale doch breit besetzt. Wenn überhaupt, würde man im Winter nur bei einem Mittelfeldspieler zuschlagen, der sofort eine Verbesserung garantiert. Nur sind die im Januar für den FCB kaum zu finden. 


Cristiano Ronaldo

Cristiano Ronaldo

Alle Jahre wieder fällt rund um den FC Bayern der Name Cristiano Ronaldo. Diesmal brachte das spanische Online Portal Don Balon den 34-jährigen Portugiesen mit dem deutschen Branchenprimus in Verbindung. 


Aufgrund seines weltweiten Standings wäre Ronaldo mit Sicherheit ein Gewinn für die Merchandise-Abteilung, nur bewog die neu gewonnene Reichweite auf dem Werbemarkt die Verantwortlichen schon nicht dazu, den schwachen James Rodriguez fest von Real Madrid zu verpflichten. Und auch wenn Ronaldo höchstwahrscheinlich noch ein paar Jahre auf der großen Fußballbühne verbringen wird - ein Transfer mit Weitsicht sieht in dieser finanziellen Größenordnung anders aus.


Jadon Sancho

Jadon Sancho

Auch Jadon Sancho soll angeblich ein Thema beim FC Bayern gewesen sein. Das behauptete die englische Metro. Pay-TV Sender Sky trat dementgegen und meldete, ​der Shootingstar von Borussia Dortmund werde nicht innerhalb der Bundesliga wechseln; alles andere wäre auch eine Überraschung.


Klar ist: Für Sancho werden die Verantwortlichen des BVB eine dreistellige Ablösesumme verlangen und höchstwahrscheinlich auch kassieren. Einerseits hat sich der FC Bayern in der Vergangenheit einige Male beim schwarz-gelben Rivalen bedient, andererseits würde man den Dortmundern allerdings eine immense Finanzspritze verpassen. Geschickter ging der FCB bei der Verpflichtung von Robert Lewandowski vor - der kam nach Ablauf seines Vertrags im Sommer 2014 zum Nulltarif. 


David Alaba

David Alaba

Ein anderes, wildes Gerücht aus England: Laut Mirror befasste sich der FC Chelsea mit einem Transfer von David Alaba. Grundsätzlich will sich der Österreicher alle Optionen offenhalten, einen Abgang aus München schließt er nicht aus. Nur würde solch ein Transfer einer Bankrotterklärung gleichkommen. 


Zum einen begegnen sich Bayern und Chelsea im Achtelfinale der Champions League - beide Klubs würden nicht einmal im Traum daran denken, den Gegner mit einem Spieler aus den eigenen Reihen zu verstärken. Zum anderen ist Alaba unter Hansi Flick der neue Abwehrchef, soll auch in der Rückrunde im Abwehrzentrum dirigieren und Alphonso Davies auf dem Linksverteidiger-Posten aufblühen lassen. 


Pikant wird Alabas Zukunft aber mit Blick auf die Vertragslaufzeit. Stand jetzt wäre er im Sommer 2021 ablösefrei zu haben - das gilt im Übrigen auch für Manuel Neuer, Jerome Boateng, Sven Ulreich, Javi Martinez, Thomas Müller, Thiago und Nachwuchstorhüter Ron-Thorben Hoffmann.