​Borussia Mönchengladbach steht offenbar vor der Ausleihe des nächsten Youngsters, der in der Hinrunde kaum Spielpraxis erhalten hat. Jordan Beyer soll laut einem Bericht der Rheinischen Post in der Rückrunde für den ​HSV auflaufen.


​Vor einer Woche war die Ansage von Gladbachs Sportdirektor Max Eberl noch klar"Er gehört nicht dazu, er ist fix bei uns im Kader", erklärte er gegenüber der RP zur Zukunft von Jordan Beyer. Das Eigengewächs sei demnach kein Kandidat für eine Leihe in diesem Winter. 


Der 19-jährige Verteidiger nahm diese Worte positiv auf - obwohl er in der Hinrunde lediglich dreimal in der ​Bundesliga eingewechselt wurde. "Das ist schön, wenn gesagt wird, dass ich nicht ausgeliehen werden soll. Ich fühle mich ja auch pudelwohl bei Borussia und stehe im engen Austausch mit dem Trainer und dem Sportdirektor. Alles ist gut", bekräftigte Beyer.


Unter Hecking war Beyer erster Back-up


In der Spielzeit zuvor erhielt der U21-Nationalspieler noch deutlich öfter das Vertrauen. Neun Einsätze, davon acht Mal in der Startelf, standen am Ende für den Jung-Fohlen zu Buche. Beyer durfte dabei sowohl als Rechtsverteidiger, als auch in der Abwehrzentrale ran. Auf beiden Positionen überzeugte er gleichermaßen. 


Trainer Marco Rose vertraut bislang jedoch anderen Spielern. Hinter den auf Beyers Positionen gesetzten Ginter, Elvedi und Lainer ist Routinier Tony Jantschke erster Back-up. Das dürfte auch in der Rückrunde der Fall sein, wo die Borussia lediglich in der Bundesliga antritt und die Möglichkeiten ohne Mehrfachbelastung für Beyer wohl noch geringer sind.


HSV braucht einen Rechtsverteidiger -Beyer-Leihe vor Abschluss


Auch deshalb könnte es bei allen Beteiligten zu einem Umdenken geführt haben. Beyer steht vor einer Leihe zum HSV, wo mit Dieter Hecking ein Trainer das Sagen hat, der schon letzte Saison als Gladbach-Coach auf Beyer vertraute. Die Informationen der RP habe die Borussia bereits bestätigt: Beyer befindet sich auf dem Weg ins HSV-Trainingslager nach Portugal. 


Die Leihe könnte am Ende für alle Sinn machen und ähnlich wie zuvor bei Florian Neuhaus oder Laszlo Benes erfolgreich erprobt, zur Win-Win-Win-Situation werden. In Hamburg kann man Verstärkung für die Abwehr dringend gebrauchen - vor allem, da auf der rechten Abwehrseite nach den langfristigen Verletzungen von Jan Gyamerah und Josha Vagnoman eine Lücke entstanden ist. Beyer dürfte auf Anhieb einen Stammplatz erobern können, viel Spielpraxis erhalten, dem HSV helfen in die Bundesliga zurückzukehren - und im Sommer gereift wieder am Niederrhein aufschlagen.


Sein Vertrag in Gladbach ist noch bis 2022 gültig. In der nächsten Spielzeit könnte Beyer dann einen neuen Anlauf unter Rose starten.