​​RB Leipzig konnte in den vergangenen Jahren eine echte Erfolgsgeschichte schreiben und diese steile Entwicklung in der vergangenen Hinrunde mit dem Gewinn der Herbstmeisterschaft krönen. Doch obwohl es den Anschein macht, dass bei den Sachsen alles wie am Schnürchen läuft, leisteten sich die Roten Bullen in Sachen Neuzugänge mit ​Luan Candido einen echten Fehlgriff. Nach keinem einzigen Pflichtspieleinsatz wurde der Linksverteidiger nun offenbar klammheimlich in seine brasilianische Heimat abgegeben.


Im vergangenen Sommer wurde Luan Candido vom damaligen Leipzig-Manager Ralf Rangnick noch als großer Hoffnungsträrger für die Zukunft angepriesen. Die stolzen acht Millionen Euro, die die Leipziger an Palmeiras überwiesen hatten, erwiesen sich im Laufe der Hinrunde aber als eine der größten Fehlinvestitionen der letzten Jahre und veranlassten die Sachsen nun offenbar zu einem radikalen Schritt.


Leihe an Schwesterklub


Wie die BILD in Erfahrung gebracht hat, haben die Leipziger nach nur einem halben Jahr die Reißleine gezogen und den 18-jährigen Abwehrspieler an ihren brasilianischen Partnerverein ​Red Bull Bragantino ausgeliehen. Eine offizielle Transferbestätigung steht zwar noch aus, angeblich haben sich die beiden kooperierenden Vereine aber auf eine 18-monatige Leihe verständigt. Bereits seit Tagen soll sich Candido mit seinem neuen Klub auf die kommende Saison vorbereiten und soll dann seinen Teil dazu beitragen, dass der neureiche Klub nach dem Aufstieg in die erste Liga die Klasse halten kann.

Luan Candido

Von einer Kaufoption ist dabei zwar bislang nicht die Rede, eine Rückkehr nach Leipzig gilt trotz des bis zum Sommer 2023 gültigen Vertrages aber als ziemlich unwahrscheinlich. Dies liegt zum einen an der allgemeinen Einstellung der Sachsen gegenüber ihren Leihspielern - bislang war noch keinem zuvor aussortierten Spieler eine erfolgreiche Rückkehr vergönnt - und zum anderen an Cheftrainer ​Julian Nagelsmann.


Der 32-jährige Coach hatte bereits unmittelbar nach seiner Amtsübernahme im vergangenen Sommer seinem Schützling zu verstehen gegeben, dass es für ihn in dieser Saison sehr schwer werden dürfte. Diese Prophezeiungen erwies sich in der Folge als goldrichtig, packte Candido doch nicht ein einziges Mal den Sprung in einen Spieltagskader und wurde schlussendlich in der U19 geparkt. Die Verpflichtung des Defensivspielers war laut BILD-Informationen ohne Absprache mit Nageslmann und dem neuen Sportdirektor Markus Krösche getätigt worden.