Wie schon vor einem Jahr steht Jeffrey Bruma am Scheideweg. Aktuell ist der Niederländer nur Innenverteidiger Nummer vier beim VfL Wolfsburg, obwohl er einen Großteil der Hinrunde als Stammspieler verbrachte. "Es ist so, wie es ist", sagte er gegenüber dem ​kicker. Ein Wechsel ist nicht ausgeschlossen.


Die Parallelen zum Winter des vergangenen Jahres sind nicht zu übersehen. Bruma ist nur noch Reservist, besitzt aktuell keine Perspektive in Wolfsburg. Die Rückrunde der abgelaufenen Spielzeit verbrachte er beim krisengebeutelten ​FC Schalke, in zwölf Einsätzen für Königsblau konnte er keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.

FBL-GER-BUNDESLIGA-WOLFSBURG-AUGSBURG

Vom Bankdrücker zum Stammspieler und wieder zurück: Jeffrey Bruma (Vordergrund) durchlebt eine komplizierte Saison



Die laufende Spielzeit begann für den Innenverteidiger erst mit dem Auftakt in der Europa League. Von dort an absolvierte er 15 Spiele, war im 3-4-3 unter Oliver Glasner plötzlich Stammspieler. Doch die Dreierkette begann zu wackeln, der VfL rutschte in eine erste Krise ab - und Glasner stellte auf ein 4-1-4-1 mit zwei Innenverteidigern um.


In der Zentrale genießen Marcel Tisserand und John Anthony Brooks den Vorzug, dahinter muss sich Bruma gemeinsam mit Robin Knoche anstellen. Der 28-jährige Niederländer nimmt die Situation sportlich. "Es ist so, wie es ist. Ich habe mit dem Trainer gesprochen, das muss ich akzeptieren", wird er vom kicker zitiert.


Bruma schließt Wechsel nicht aus


Bruma wolle "bereit sein", wenn er gebraucht wird, schließlich seien "noch viele Spiele" zu absolvieren, in denen sich die Personalsituation binnen einer Woche verändern kann. Aber er denkt auch an einen Abschied vom VfL, an den er bis 2021 gebunden ist. "Wenn etwas kommt, das passt, dann müssen sich die Verein einigen. Ich konzentriere mich jetzt voll auf die Rückrunde - aber es kann schnell gehen, das wissen wir alle."


Einige Optionen gebe es bereits, entscheidend ist das Gesamtpaket. "Es muss alles passen", betont der frühere niederländische Nationalspieler erneut. Solange das nicht der Fall ist, wird er sich vorerst mit einem Platz auf der Ersatzbank oder der Tribüne zufriedengeben müssen.