​All zu viele Tore im DFB-Dress hatte ​Matthias Ginter vorher nicht gemacht. Genauer gesagt: gar keins (wenn man von den Jugendmannschaften oder der Olympia-Auswahl absieht). Auch im heimischen Borussia-Park zu Mönchengladbach hatte er noch nie zuvor mit der ​deutschen Nationalelf gespielt. Tja, und dann kam an jenem 16. November vergangenen Jahres alles zusammen.


Und Matthias Ginters Tor zum 1:0 gegen Weißrussland in der 41. Minute war nicht nur eines der Marke "Dosenöffner" (in Halbzeit zwei erzielte das DFB-Team noch drei weitereTreffer zum 4:0-Endstand), sondern darüber hinaus auch noch ein besonders schön anzusehendes. 

In der Aktion verband Ginter im Grunde genommen alle Elemente eines typischen Strafraumstürmers - und das als Innenverteidiger!


Im Video: Ginter wie ein Torjäger


Eine scharfe Hereingabe von rechts von Serge Gnabry nahm Ginter, in vollem Lauf, direkt mit der Hacke, nachdem er sich kurz zuvor a la Zidane um seine eigene Achse gedreht hatte, und versenkte den Ball unhaltbar für den weißrussischen Torwart im Netz.

 

Ein Tor, das normalerweise den Ball-Künstlern unter den Fußballern vorbehalten ist. Das sahen auch die 38,2 Prozent der Fans so, die bei einer vom DFB im Internet organisierten Wahl für das schönste Tor des Länderspieljahres ihr Votum für Ginters Treffer abgaben. 


"Dafür herzlichen Dank an alle Fans der Nationalmannschaft", bedankte sich Ginter hinterher. "Es hat mich riesig gefreut", wird er vom SID zitiert.


Carolin Simon gewinnt bei den Frauen


Bei den DFB-Damen gewann übrigens Carolin Simon. Die Spielerin des FC Bayern erzielte am 30. Mai gegen Chile den 2:0-Endstand per Bogenlampe aus knapp 25 Metern. Für die traditionsreiche Wahl des von der ARD-Sportschau organisierten "Tor des Jahres" stehen beide Treffer indes nicht zur Wahl.