Wilfried Zaha ist in diesen Tagen wieder einmal bei mehreren Klubs im Gespräch. Wie von Sky Sports berichtet und von Sport Bild bestätigt, soll unter anderem der FC Bayern München Gespräche über einen Transfer des ivorischen Nationalspielers stattgefunden habenNach Informationen unserer englischen Kollegen von 90min.com war Zaha auch beim FC Chelsea ein Thema, Frank Lampard soll sich aber gegen ihn ausgesprochen haben.


Eigentlich wollte Wilfried Zaha schon längst seine Zelte bei Crystal Palace abgebrochen haben. Nach der wohl besten Saison seiner Karriere (10 Tore und 10 Assists in der Premier League) strebte der 27-Jährige im Sommer 2019 einen Wechsel an, sein Bruder Judicael kommentierte offenkundig das Interesse des ​FC Arsenal und behauptete, für Wilfried wäre der Wechsel zu den Gunners "ein Traum" (via Sky Sports). Weder Arsenal, noch ​Manchester United oder der FC Everton erhielten jedoch den Zuschlag, zu hoch war das Preisschild, das die Eagles ihrem Ausnahmekünstler auferlegten.


In der Hinrunde konnte Zaha nur wenig Eigenwerbung für einen Tapetenwechsel betreiben. Je drei Tore und drei Vorlagen stehen zu Buche, obwohl er nur 65 Spielminuten in der Liga verpasste. Und dennoch soll es einige Klubs geben, die sich in diesen Januartagen mit ihm beschäftigen; dazu, so heißt es, zählen ​Bayern München und der ​FC Chelsea.

Wilfried Zaha

Der FC Bayern soll lose Gespräche geführt haben, das anvisierte Leihgeschäft werde aber nicht zustandekommen. Derweil scheinen die Blues, die nach der Verkürzung der Transfersperre wieder auf Einkaufstour gehen dürfen und mit zahlreichen Spielern in Verbindung gebracht werden, nicht gerade interessiert zu wirken. Wie 90min.com berichtet, soll sich Trainer Frank Lampard klar gegen Zaha ausgesprochen haben.


Charakterliches Defizit


Der frühere Mittelfeldspieler achte auf den Charakter eines Spielers. Zaha, so heißt es, passe nicht in die Mannschaft. Jadon Sancho werde dagegen weiterhin intensiv beobachtet, allerdings besitze Manchester United noch immer beste Karten auf eine Verpflichtung des Flügelspielers von Borussia Dortmund.


Baustellen in der Defensive


Im Januar liege die Priorität ohnehin nicht auf einem Offensivspieler. Demnach wolle Chelsea einen Linksverteidiger und unter Umständen einen neuen Torhüter verpflichten. Angeblich seien die Verantwortlichen mit den Leistungen von Kepa Arrizabalaga unzufrieden. Der 25-Jährige wechselte vor anderthalb Jahren für die Rekordsumme von 80 Millionen Euro an die Stamford Bridge. Für Wilfried Zaha erhofft sich Crystal Palace dem Vernehmen nach eine Ablöse in Höhe von umgerechnet etwa 94 Millionen Euro - dieses Geld will Chelsea wohl anderweitig investieren.