​​Bayern-Torjäger Robert Lewandowski trat die Reise ins Winter-Trainingslager nach Katar nicht mit an. ​Nach seiner Leisten-OP kurz vor Weihnachten bereitet sich der Angreifer in München individuell auf die Rückrunde vor. Für das neue Jahr hat sich der polnische Nationalspieler ​große Ziele gesteckt. In einem Interview äußerte sich der 31-Jährige auch kritisch zur neuen Spielergeneration.


"Alles ist so verlaufen, wie wir es geplant haben", erklärte Lewandowski gegenüber der Sport Bild mit Blick auf seine Operation. "Wenn weiter alles nach Plan läuft, werde ich zum ersten Spiel in Berlin (19. Januar, Anm. d. Red.) fit sein", sagte der Mittelstürmer, der in der Hinrunde fast nach Belieben traf und 19 Tore erzielte. 

Robert Lewandowski

Spielte eine bärenstarke Hinrunde: Robert Lewandowski


2020 will der Ex-Dortmunder nicht nur mit Polen "eine Top-EM" spielen, sondern auch mit dem deutschen Rekordmeister weitere Titel gewinnen. "Der Sieg in der ​Champions League mit Bayern ist mein Traum", betonte der Angreifer. Auf einen Favoriten in der Königsklasse wollte sich Lewandowski, der in der Gruppenphase zehnmal erfolgreich war, nicht festlegen. "Das ist schwer zu sagen", so der Pole. "Es kann noch alles passieren."


"Es gibt an junge Generation an Spielern, denen sofort der rote Teppich ausgerollt wird"


Im Interview sprach Lewandowski auch über die junge Spielergeneration und einige Entwicklungen, denen der Nationalspieler kritisch gegenübersteht. "Es gibt eine junge Generation an Spielern, denen sofort der rote Teppich ausgerollt wird", sagte der 31-Jährige. Junge Spieler, "die schon unglaublich viel Geld kosten", würden allerdings keinen Erfolg garantieren. Dafür brauche man "eine gute Mischung aus Jung und Alt". 


Die neue Generation sei "nun einmal anders (mit dem Handy) aufgewachsen" und pflege einen anderen Umgang untereinander, weshalb "es umso wichtiger ist, dass es in der Kabine eine gute Kommunikation gibt, sich die Gruppen, zwischen denen vielleicht eine ganze Dekade liegt, verstehen", so Lewandowski. Auch die Trainer seien besonders gefordert, da sie "flexibel sein" und zwischen den beiden Generationen vermitteln müssen. "Talente brauchen eine andere Ansprache als die vermeintlich ältere Generation", erklärte der Routinier, der zudem klarstellte, dass eine Generation nicht besser als die andere sei.


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