Der Abgang von Alexander Nübel zum ​FC Bayern hat derzeit vor allem Einfluss auf die Torwart-Situation beim ​FC Schalke 04. Markus Schubert, der den rotgesperrten Nübel auch noch in den ersten beiden Partien der Rückrunde vertreten wird, geht damit für sich ganz ruhig um - er möchte seinen Teamkollegen über die nächsten Monate unterstützen.


Während Manuel Neuer im Bayern-Trainingslager in Doha schon einmal die Zähne fletscht und klarstellt, dass er ​als "Protagonist" bei jedem Spiel zwischen den Pfosten stehen möchte, muss sein künftiger Konkurrent, Alex Nübel, noch die nächsten Monate auf Schalke überstehen. Dort droht er ​neben dem Kapitänsamt (an Omar Mascarell) auch seinen Stammplatz an ​Markus Schubert zu verlieren. 


Schubert macht sich keinen Druck - Unterstützung für Nübel und dessen Entscheidung

Schubert, erst seit Sommer beim S04, könnte schon zur Rückrunde die neue Nummer eins auf Schalke werden. In den ersten beiden Ligaspielen gegen ​Borussia Mönchengladbach und die Bayern wird er Nübel erneut vertreten - macht er seinen Job weiterhin gut, könnte das Trainerteam um David Wagner zum Entschluss kommen, dem 21-Jährigen auch die übrigen Einsätze zu überlassen. So hätte man zum Sommer hin einen Ersatzmann, der durch viel Spielpraxis der neue, sichere Rückhalt werden kann. 


Schubert selbst nimmt das große Thema um ihn und Nübel allerdings nicht so wahr, wie er gegenüber Sky erklärte. Zunächst fokussiere er sich auf die kommenden beiden Partien, was danach kommt, sei ihm derzeit nicht wichtig: "Das weiß ich nicht, keine Ahnung, da müsste man natürlich den Trainer fragen. Mir ist das egal, jetzt konzentriere ich mich auf jeden Fall erstmal auf die ersten zwei Spiele. Das steht fest." Zum 20. Spieltag hin könnte "man sich dann vielleicht mal Gedanken machen", wie es weitergehen könnte, so der U21-Nationaltorhüter weiter. Sein ebenfalls ablösefreier Wechsel von ​Dynamo Dresden zu den Knappen sei aber vergleichbar mit dem Wechsel von Nübel, so Schubert,

Markus Schubert

Markus Schubert trainiert im Winter-Trainingslager für den Rückrundenstart


Um die gute Arbeitsatmosphäre zwischen ihm und Nübel, sollte die Wachablösung tatsächlich eintreten, fürchtet der gebürtige Dresdner ebenfalls nicht. "Er hat mir auch viel erzählt, wie es war, als Ralle [Anm.: Ralf Fährmann] die Nummer zwei war, und da hat er auch gesagt, dass er ihn voll unterstützt hat. So wird das denke ich auch sein, wenn das eintreffen sollte", erklärte Schubert. "Ich habe ihm gesagt, dass er meine volle Unterstützung hat. Dass ich glaube, dass er für sich die richtige Entscheidung getroffen hat bzw. dass er daran glauben muss, dass es die richtige Entscheidung für ihn war."


Seine eigene Zukunft, als U-Nationalkeeper und vermeintlich künftiger Stammtorwart auf Schalke, kann er ebenfalls ausblenden. Ein "dicker Rucksack" sei dies definitiv nicht, denn "das kann ich ganz gut abschirmen, ich mache mir aber auch keine Gedanken darüber. Das habe ich so schon immer drin gehabt". So wird man erwarten können, dass Schubert auch im Testspiel gegen den belgischen Erstligisten St. Truiden (Dienstag, 17:00 Uhr) im Tor stehen wird - vor allem im Hinblick auf den Rückrundenstart. 



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