Dass Manuel Neuer beim ​FC Bayern möglichst bald seinen derzeit bis 2021 laufenden Vertrag um weitere zwei Jahre verlängern soll, ist ein offenes Geheimnis. Noch zögert der Torhüter allerdings: Ob er unterschreibt soll maßgeblich davon abhängen, wer langfristig als Trainer fungieren soll. Ähnlich sieht die Situation auch bei Kai Havertz aus.


Seit wenigen Monaten ist die ausstehende Vertragsverlängerung von Manuel Neuer ein großes Thema in München. Neu entfacht wurde das Thema nun durch den mittlerweile offiziellen, ablösefreien Wechsel von ​Alexander Nübel, der im Sommer von ​Schalke 04 kommen wird. Neuer sei von den Plänen überhaupt nicht überzeugt, heißt es, da er keine Spiele abgeben möchte. 


Flick das Zünglein an der Waage bei Neuer und Havertz


Dass er mit seiner etwaigen Vertragsverlängerung noch zögert, liegt aber vor allem an der noch offenen Zukunft des Trainerpostens beim Rekordmeister, wie Sport1 berichtet. Demnach soll der 33-Jährige seine Entscheidung von dieser Personalie abhängig machen wollen - wichtig sei für ihn zudem, dass er noch einmal den Gewinn der Champions League als Ziel auserkoren haben soll; am liebsten mit den Bayern, aber wohl nicht um jeden Preis. Mit Hansi Flick könne er sich jedoch eine über den Sommer hinauslaufende Arbeit gut vorstellen. Da diese aber noch nicht klar ist, und die Abwägungen der Vereinsverantwortlichen bei der Trainersuche noch andauern, ist auch der neue Vertrag noch nicht unterschrieben. 

Manuel Neuer

Neuer soll bis 2023 bei den Bayern bleiben - doch er zögert noch



Schon nach dem 6:0-Sieg gegen Belgrad hatte Neuer viel Lob für Flick übrig (via Sport1): "Es ist nicht nur das Zwischenmenschliche, er hat auch was drauf. Das ist auch eine gute Voraussetzung, um den Trainer-Job beim FC Bayern zu erfüllen. Er macht beides sehr gut." Zudem wisse er, dass er alle Spieler mitnehmen muss - "Das, was Jupp Heynckes gemacht hat, setzt er hier fort", so der Nationalkeeper weiter.

Auch Havertz braucht Planungssicherheit 


Eine ähnliche Situation soll sich auch bei Kai Havertz vorfinden. Der Abschied des 20-Jährigen von ​Bayer Leverkusen im kommenden Sommer ist so gut wie beschlossen, längst haben sich die zahlreichen Interessenten - die größten Vereine aus Europa - bei ihm und dem Klub vorgestellt. Natürlich ist auch Bayern in der Verlosung, doch offensichtlich alles andere als das sichere Ziel: Auch Havertz möchte Planungssicherheit bezüglich des künftigen Trainers haben. Wie auch Neuer, soll er sich eine Zusammenarbeit mit Flick sehr gut vorstellen können. Der 54-jährige Coach soll zudem guten Kontakt zu Transferziel Leroy Sané haben, der noch immer an seinem Kreuzbandriss laboriert. 


Flick selbst stellte indes klar, dass es nicht seine Aufgabe sei, sich über die Besetzung des Trainerpostens nach dem Sommer Gedanken zu machen. "Was darüber hinaus passiert, ist Sache des Vereins", machte er deutlich. So oder so wird die Trainerentscheidung ein wichtiges Puzzle-Teil für die Personalien um Neuer und Havertz, aber auch Sané sein.