​Sowohl ​Eintracht Frankfurt, als auch der ​1. FC Köln blicken auf eine jeweils enttäuschende Hinrunde zurück und müssen sich in der zweiten Saisonhälfte einem lästigen Abstiegskampf stellen. Um den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen, erwägen beide Klubs nun angeblich unabhängig voneinander eine Leihe des englischen Innenverteidigers Ben Gibson.


Der 26-jährige Abwehrspieler kann wohl mit Fug und Recht als Spätstarter bezeichnet werden, verbrachte der Linksfuß nach seiner Ausbildung beim englischen Traditionsverein FC Middlesbrough doch einige Jahre bei unterklassigen Vereinen, ehe er im Sommer 2018 den Sprung zum FC Burnley wagte. Ausgezahlt hat sich diese Investition für beide Seiten bislang aber noch überhaupt nicht.


Burnley erteilt Freigabe


Da die Transfergebärden in der englischen Liga schon lange jegliche Grenzen der Vernunft gesprengt haben, hatten dem FC Burnley eine überzeugende Erstligsaison des Verteidigers mit seinem Ex-Klub ausgereicht, um rund 17 Millionen Euro in die Hand zu nehmen. Rechtfertigen konnte Gibson dieses stolze Sümmchen aber noch nicht und brachte es insgesamt bislang auf kümmerliche sechs Einsätze. Da es unter Coach Sean Dyche für den aussortierten Verteidiger keinerlei Hoffnung auf eine baldige Besserung seiner Situation gibt, soll der Klub laut Informationen von Sky Sports bereits grünes Licht für einen Abgang im Januar gegeben haben.


Das Spielerprofil von Ben Gibson:

​Position​IV
​Alter​26
​Marktwert​8 Mio. Euro
​Vertragslaufzeit​30.06.2022
​Burnley-Spiele​6
​Burnley-Scorerpunkte​1


(Marktwert laut transfermarkt.de)


Dem Bericht zufolge bemühen sich neben Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Köln dabei auch die beiden türkischen Klubs Trabzonspor und Besiktas Istanbul um den Defensivspezialisten. Sollen sich die Gerüchte bestätigten, kann über die Sinnhaftigkeit der Vorstöße aus Deutschland durchaus diskutiert werden.


Mit Makoto Hasebe, Evan N'Dicka, Martin Hinteregger und David Abraham hätten die Frankfurter selbst bei einem derzeit im Raum stehenden ​Abgang von Simon Falette auch ohne Gibson noch einige Optionen für das Abwehrzentrum. Die Brandherde im Kader der Frankfurter liegen daher an anderen Stellen. Der 1. FC Köln hingegen ist in der Innenverteidiger nicht vergleichbar prominent besetzt, könnte durch die Leihe eines Abwehrspielers ohne jegliche Spielpraxis aber womöglich für noch mehr Chaos in der Hintermannschaft sorgen.