​Zur aktuellen Stunde befindet sich der ​FC Bayern München auf dem Weg ins alljährliche Trainingslager nach Katar. Die Reise zum umstrittenen Golf-Staat bringt dem Rekordmeister erneut einiges an Kritik ein. Aktuell ist die Lage in Nahost enorm unsicher, weswegen das Team der US-Amerikanischen Nationalmannschaft einen geplanten Aufenthalt in ebenjener Region absagte.


Schon zum zehnten Mal wird der FC Bayern in der Winterpause das Trainingslager in Katar beziehen. Dort will sich der angeschlagene Meister auf die intensive Rückrunde vorbereiten und die wichtigen Kräfte sammeln. Doch ganz auf den Fußball können sich die Profis in Doha nicht konzentrieren. Aktuell ist die Lage in vielen Nahost-Staaten aufgrund der Auseinandersetzung zwischen den USA und dem Iran bedenklich. 


Den Rekordmeister hält dies nicht davon ab, sich erneut in Katar einzufinden und sich mehr als eine Woche in der Hitze auf die zweite Saisonhälfte vorzubereiten. Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge unterstrich die Wichtigkeit dieser Zusammenarbeit für den Klub und den Austragungsort. „Der FC Bayern ist eines von vielen deutschen Mittelstandsunternehmen, die mit einem Partner aus Doha kooperieren. Wie andere Fußballvereine und Sportfachverbände auch beteiligen wir uns dabei an einem Dialog in der Golf-Region", so Rummenigge bereits vor einem Jahr.


Kritik bleibt bestehen - USA vermeidet Unruhe


Doch die Kritik am alljährlichen Wintertrip der Bayern bleibt bestehen. Schließlich sind die Rechtslagen in Katar nicht annähernd mit denen in Deutschland ​zu vergleich. In Sachen Gleichberechtigung oder den Freiheiten für Minderheiten ist der Golfstaat noch immer weitab von jeglicher akzeptablen Grundlage. Das Team der Bayern bekommt davon aber nur wenig mit und vollzieht im Geheimen weiterhin die Vorbereitung.

Reggie Cannon,Wil Trapp

Die Nationalmannschaft der USA wird sich nicht wie geplant in Doha zusammenfinden



Die aktuelle Situation hat aber Konsequenzen für andere Mannschaften. Die Nationalmannschaft der USA musste ihr Trainingslager in Doha absagen und bestreitet die Vorbereitung nun in der Heimat. Die Gründe hierfür sind klar, aufgrund der Nähe von nur 150 Kilometern Luftlinie zum Iran ist das Risiko von Unruhen zu groß. "Wegen der sich entwickelnden Situation in der Region, hat U.S. Soccer sich dazu entschlossen, das im Januar geplante Trainingscamp der Nationalmannschaft zu verschieben", so der Verband auf Twitter.


Die aktuelle Krisensituation geht also in keinem Fall spurlos am Fußball vorbei. Im Hinblick auf den Rekordmeister dürfte die Kritik nicht abnehmen, immerhin ist es der einzige Bundesligist, den es jährlich nach Katar zieht. 


Neben den Meldungen rund um Katar gibt es allerdings noch weitere Neuigkeiten. Aufgrund eines technischen Problems mit der Brücke verzögerte sich der geplante Abflug der Bayern um rund 100 Minuten. Immerhin gibt es aus personeller Sicht erfreuliche Nachrichten.


Lewandowski bleibt zuhause, Coman im Plan


Robert Lewandowski ​flog nicht mit nach Katar, sondern erholt sich in Deutschland von den Folgen seiner Leisten-Operation. Der Pole arbeitet mit den Physiotherapeuten an einer schnellen Rückkehr, aktuell verläuft alles wie vorgestellt. Um den Zustand des Angreifers müsse man sich deshalb keine Sorgen machen.


Beim lange verletzten Kingsley Coman stehen die Zeichen ebenfalls auf Rückkehr, wie Bild-Redakteur Christian Falk vermeldete. Der Franzose wird bald wieder auf dem Platz stehen können und soll bereits zum Rückrundenauftakt gegen die ​Hertha zum Aufgebot zählen. Das Lazarett lichtet sich damit etwas und der FCB geht gestärkt in das neue Kalenderjahr.