Mit dem Trainingslager in Doha (Katar) bekommt Bayern-Trainer Hansi Flick das erste Mal die Möglichkeit, rund eine Woche ohne Ablenkungen mit seinem Team zu arbeiten. Dabei soll er vor allem viel Wert auf neue Ansätze und Lösungen im Offensivspiel legen. 


Hansi Flick ist mittlerweile zwei Monate lang Trainer des FC Bayern München, nachdem er am 3. November Niko Kovac als Cheftrainer beerbt hat. Seitdem hat er mit seiner Arbeit nicht nur die Vereinsverantwortlichen von einem Engagement überzeugt, das mindestens bis zum Sommer laufen soll, sondern auch mit seiner eigenen Art und Weise viele Spieler gepackt. Im Winter-Trainingslager möchte der Coach nun den Fokus auf wichtige Bausteine im Offensivspiel legen. 


Flicks Offensivplan für die Bayern: Zurück zur Dominanz aus vorigen Jahren


Flick will zum dominanten Ballbesitz-Fußball zurückkehren, bei dem man sowohl mit vielen Toren, als auch mit Flexibilität und Anpassung glänzen kann. Die Bild berichtet dabei von bestimmten Aspekten, die der 54-Jährige trainieren lassen möchte. Bekanntlich plant Flick, zukünftig mit zwei Stürmern zu spielen und dazu auch die Aufgaben des Mittelfelds dahinter zu erproben - durch die Abwesenheit von Robert Lewandowski wird dieser Teil natürlich erschwert. Zudem soll ein "schnelleres und druckvolleres Kombinationsspiel" implementiert werden, sodass man spielerische Sicherheit und Überlegenheit generieren kann. Faktoren, die zumindest von der Idee her an die Zeiten unter Pep Guardiola und Jupp Heynckes erinnern. 


Durch weiteres Trainieren von Aufteilungen, Lauf- und Pressingwegen soll man sich den Ball bei etwaigen Ballverlusten möglichst schnell wieder zurückerobern können. Dabei will sich Flick aber nicht immer gegen Konter wehren müssen, sodass sich die Abwehr im Sinne des gestaffelten Auftritts auch ruhig fallen lassen kann. Getreu dem Motto, die Defensive hilft der Offensive. 


Dass neben Lewandowski auch Kingsley Coman, Niklas Süle und Javi Martínez nicht mitreisen können, sondern die Reha in München fortsetzen, ist dabei zwar ein Hindernis, aber kein Weltuntergang - der Rekordmeister konnte insgesamt ​26 Spieler benennen, die ins Trainingslager reisen werden. Das bietet für Flick und dessen Team genügend Möglichkeiten, neue Strukturen und Abläufe zu integrieren.