Ein neues Jahr bringt auch immer neue Möglichkeiten mit sich, genauso ist es im Fußball auch. Beim ​FC Schalke 04 gibt es einige Spieler, die sich in diesem Jahr besonders zeigen und jeweils etwas beweisen müssen. So beispielsweise Markus Schubert, der sich als langfristige Nummer eins im Tor etablieren will.


Ahmed Kutucu - Zeug zum Stammspieler?

Ahmed Kutucu


Ahmed Kutucu trägt viele Schalker Hoffnungen in sich, und das schon im jungen Alter. Ein flexibel einsetzbarer Offensivspieler, der hungrig auf Einsätze und Tore ist und aus Gelsenkirchen kommt. Eine Mischung, die das große Potenzial hat, über Jahre viel Freude zu bereiten. Noch ist der 19-Jährige aber kein Stammspieler, und genau da liegt schon die Herausforderung für das neue Jahr. Nachdem er unter Domenico Tedesco bereits einige Einsätze absolvieren und sein Können andeuten durfte, war er bislang unter David Wagner nur Joker für wenige Minuten, wenn überhaupt. 


Über die Rückrunde, sowie im ganzen Jahr wird er immer wieder Gelegenheiten bekommen, um sich zu präsentieren und sich für die Startelf zu empfehlen. Dass er "noch extremst viel zu lernen hat", hatte Wagner bereits klargestellt. Kutucu wird wissen, was der Trainer damit meint, und das wird er umsetzen wollen. 


Daniel Caligiuri - Noch immer wichtiger Startelf-Spieler?

Daniel Caligiuri


Über die letzten Jahre war Daniel Caligiuri sowohl auf dem Platz, als auch bei den allermeisten Fans quasi unantastbar. Das hat sich in dieser Saison bislang geändert. Im offensiveren Ansatz, den Wagner verfolgt, wurde seine ursprüngliche Position des rechten Außenverteidigers durch die Viererkette abgeschafft und einige Fans hatten in so manchen Spielen den Eindruck, als wirke der 31-Jährige nicht ganz so fit und auf der Höhe, die ihn zuvor immer stark gemacht hat. 


Zudem läuft im Sommer sein Vertrag auf Schalke aus, ​Sportvorstand Jochen Schneider soll noch zögern, ob man diesen verlängert. In der Rückrunde wird Caligiuri beweisen und eindeutig klarstellen müssen, dass er noch immer ein sehr wichtiger Bestandteil der Startelf sein kann und sich somit das erneute Vertrauen der sportlichen Führung verdient. Jüngere Spieler wie Schöpf, Kutucu, Matondo oder auch Harit könnten seine derzeitige Position auf dem rechten Flügel ebenfalls übernehmen. 


Markus Schubert - Die langfristige Nummer eins im Tor

Markus Schubert


Im Sommer konnte man Markus Schubert ablösefrei von ​Dynamo Dresden verpflichten, ein Geschäft, das man nicht unterschätzen darf. Schubert gilt als großes Torwart-Talent, darf zudem das Tor der U21-Nationalmannschaft hüten. Zum S04 ist er natürlich nicht gekommen, um immer die brave Nummer zwei zu spielen. Mit der Sperre und Entscheidung von Alexander Nübel, den Verein im Sommer zu verlassen, könnte sich für ihn schneller als erwartet eine große Chance auftun. 


In seinen ersten beiden Liga-Einsätzen am Ende der Hinrunde hat er bereits bewiesen, dass er sportlich kein Rückschritt zu Nübel zu sein. Sollte er im Training weiterhin Einsatz und in den mindestens noch zwei Spielen zum Rückrunden-Auftakt ebenfalls starke Leistungen zeigen, kann sich Schubert in diesem Jahr zur festen, neuen Nummer eins arbeiten. Er muss beweisen, dass er schon jetzt sowie langfristig der neue S04-Keeper werden kann. 


Rabbi Matondo - Mehr als nur ein Talent

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Mit der Verpflichtung von Rabbi Matondo gingen ebenfalls viele Hoffnungen einher. Nachdem beispielsweise ein junger Jadon Sancho beim Erzrivalen Borussia Dortmund einschlagen konnte, erhoffte man sich ähnliches auch vom Waliser. Schnell wurde jedoch klar, dass er noch nicht bereit war, regelmäßig zu spielen. Unter Wagner wurde er bisher vor allem als Werkzeug gegen aufbaustarke Gegner benutzt, um diese hoch, schnell und aggressiv anzulaufen - was sowohl gegen RB Leipzig, als auch gegen den BVB (hier ohne ergebnismäßigen Erfolg) funktionierte.


Nun ist er seit einem Jahr bei Königsblau. Zeit, dass er mehr ist als nur ein hoffnungsvolles Talent. Immer wieder zeigt er Ansätze seines Könnens, doch regelmäßig bzw. konstant starke Leistungen hat er bislang noch nicht unter Beweis stellen können. Die Möglichkeiten, die sich ihm zahlreich über das Jahr bieten werden, wird er nutzen müssen, um Fortschritte in der Entwicklung zu machen. Dann kann er sich innerhalb der nächsten Monate langsam aber sicher zum Stammspieler arbeiten. 


Benjamin Stambouli - Bald aus der Startelf verdrängt?

Benjamin Stambouli


Benjamin Stambouli ist einer der beliebtesten, wenn nicht gar der beliebteste Spieler bei den Fans. Der Franzose, der bereits seit 2016 auf Schalke spielt, überzeugt mit Bodenständigkeit, Ehrlichkeit und souveränen Leistungen auf dem Platz. Seine Fußverletzung jedoch brachte Ozan Kabak in der Innenverteidigung ins Spiel, wo der Youngster seitdem ebenfalls sehr stark spielt. Stamboulis Partner in der Defensive, Salif Sané, ist (tatsächlich neben Ozan Kabak) der zweikampfstärkste Spieler der Hinrunde gewesen (69,2 und 68,6 Prozent gewonnen). Können die beiden ihre Leistungen über die Rückrunde aufrechterhalten, wird es für Stambouli schwer, seinen Stammplatz zu behalten. 


Auch im defensiven Mittelfeld steht Omar Mascarell derzeit unangefochten auf dem Platz. So wird der 29-Jährige, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, 2020 darum kämpfen müssen, seinen Platz in der Startelf zu behalten. 


Omar Mascarell - Potenzial zur neuen Stütze

Omar Mascarell

Nach einem komplizierten ersten Jahr auf Schalke hat Omar Mascarell es seit der Sommer-Vorbereitung geschafft, der wichtigste Spieler auf dem Platz zu werden. Er übernimmt als abkippender Sechser zwischen den Innenverteidigern den Spielaufbau, er ist die Verbindung zur Offensive und sorgt durch seine zahlreichen abgefangenen Bälle und seine Passstärke für die Sicherheit im Spiel. 


In den nächsten Monaten wird er beweisen müssen, dass das nicht nur einzigartige Monate waren, sondern dass er das Potenzial besitzt, diese Leistungen konstant abzurufen. Sollte ihm das gelingen, dann kann er zu einer enorm wichtigen Stütze im Spiel des S04 werden, und das über Jahre hinweg. 


Guido Burgstaller - Ein Torjäger der für Tore sorgen kann?

Guido Burgstaller

15 Spiele, 981 Minuten, zwei Vorlagen, kein Tor. So lautet die Bilanz von Guido Burgstaller in der Hinrunde. Für den Stamm-Mittelstürmer eines Klubs, der auf dem fünften Tabellenplatz steht ist diese Ausbeute indiskutabel. Da hilft es wenig, dass der Österreicher als Malocher vor dem Herrn ein extrem mannschaftsdienlicher Stürmertyp ist.


Doch selbst David Wagner wird von Burgstaller Tore fordern - andernfalls ist dessen Stammplatz über kurz oder lang nicht mehr tragbar. Was der 30-Jährige 2020 beweisen muss, ist also schnell benannt: Burgstaller muss Tore schießen und zeigen, dass er als Mittelstürmer auch seine Hauptaufgabe bewältigen kann!