​Aus der Hinrunde der ​TSG 1899 Hoffenheim wurden wohl selbst die Beteiligten rund um den neuen Cheftrainer ​Alfred Schreuder nicht wirklich schlau. Gelegentlich konnten die Kraichgauer durchaus überzeugende Darbietungen auf den Rasen zaubern, häufig wirkte die TSG aber auch saft- und kraftlos. Nach einem halben Jahr im Amt dürfte sich Schreuder mittlerweile aber zumindest klar darüber sein, auf welche Spieler er in Zukunft verzichten kann.


Kevin Vogt

Kevin Vogt

Lange Zeit war Kevin Vogt das Gesicht der Hoffenheimer Hintermannschaft gewesen und war als Kapitän auf und abseits des Rasens ein absoluter Führungsspieler. Im System von Alfred Schreuder kommen die Qualitäten des 1,94-Meter-Hünen, die vornehmlich in dessen starker Spieleröffnung liegen, aber kaum zur Geltung. In Sachen Zweikampfführung konnte der 28-jährige Ex-Kapitän den neuen Übungsleiter nicht überzeugen und wird daher aktuell ​mit dem SV Werder Bremen in Verbindung gebracht.


Joshua Brenet

Joshua Brenet

Joshua Brenet war bereits im Sommer 2018 zur TSG gewechselt, kam unter dem damaligen Trainer Julian Nagelsmann aber nicht über ein Reservistendasein hinaus. Anstatt sich unter Schreuder im zweiten Anlauf durchzusetzen, verschlimmerte sich die Situation des Niederländers noch einmal dramatisch und durfte er in der aktuellen Spielzeit nur im DFB-Pokal ran. Selbst die gelernten Innenverteidiger Stefan Posch und Kevin Akpoguma haben bessere Chancen auf Einsätze auf der rechten Defensivseite, als der etatmäßige Außenverteidiger.


Lucas Ribeiro

Christopher Antwi-Adjei,Lucas Ribeiro

Lucas Ribeiro ist wohl kaum einem Fußballfan in der Bundesliga ein Begriff. Dabei wechselte der brasilianische Innenverteidiger ​bereits im Januar 2019 von seiner Heimat ins kalte Deutschland. Da der 20-Jährige kein EU-Bürger ist, darf er sich nicht einmal in der U23 etwas Spielpraxis abholen. Da ein Durchbruch unter Schreuder nicht absehbar ist, soll der Südamerikaner daher so schnell wie möglich verliehen werden.


Robert Zulj

FBL-GER-BUNDESLIGA-HOFFENHEIM

Robert Zulj hatte bereits im Sommer 2017 den Sprung von der SpVgg Greuther Fürth in den Kraichgau gewagt, wurde nach einer enttäuschenden Spielzeit aber prompt an Union Berlin verliehen. Nach dem geglückten Aufstieg mit den Eisernen, kehrte Zulj im Sommer 2019 zurück zur TSG und kam unter Schreuder zu keinem einzigen Einsatz. Durch eine Verkauf soll die Zusammenarbeit nun ein für allemal beendet werden.


Philipp Ochs

Philipp Ochs

Noch vor wenigen Jahren galt Philipp Ochs als eines der verheißungsvollsten Talente der Sinsheimer. Durch seine Leihen an den VfL Bochum und nach Dänemark konnte der Linksaußen zwar auf menschlicher Ebene reifen, rein sportlich läuft der 22-Jährige der Kapelle aber noch immer meilenweit hinterher. Will der Youngster nicht seine besten Jahre auf der Ersatzbank oder im Trikot der zweiten Mannschaft in der Regionalliga verbringen, scheint ein Wechsel unausweichlich zu sein.