​Der ​1. FC Köln konnte eine turbulente Hinrunde durch drei Ligasiege in Folge zwar versöhnlich abschließen, trotz der positiven Trendwende unter dem neuen Coach Markus Gisdol wollen die Entscheidungsträger des Effzeh den Kader aber im Winter noch einmal verstärken. Eine angedachte Leihe von Mark Uth kommt dem Vernehmen nach nicht zustande. Mit Amin Younes macht mittlerweile aber ein weiterer prominenter Name rund um das Geißbockheim die Runde.


Die Bemühungen der Kölner, mit dem ​FC Schalke 04 ein Leihgeschäft von Mark Uth zu bewerkstelligen, waren bereits vor geraumer Zeit publik geworden. Auf dem Papier erschienen die Verhandlungen durchaus erfolgsversprechend, schließlich spielt Uth bei den Königsblauen auch in seiner zweiten Saison kaum eine Rolle und brennt darauf, regelmäßig zum Einsatz zu kommen. Die Kölner suchen indes händeringend nach einem treffsicheren Angreifer, schließlich stellte man in der Hinrunde den drittschwächsten Sturm der Bundesliga.


1. FC Köln kann sich Uth nicht leisten


Uth verbrachte einst einige Jahre in der Jugend des 1. FC Köln, konnte sich aber nie für die Profis empfehlen. Erst Jahre später, nach Zwischenstopps in den Niederlanden, konnte er sich in der Bundesliga im Trikot der ​TSG 1899 einen Namen machen. Trainer der Kraichgauer damals: der aktuelle FC-Coach Markus Gisdol. Selbst diese Connection alter Tage soll aber laut Informationen des Express nicht ausgereicht haben, um einen Deal zu bewerkstelligen.


Das Spielerprofil von Mark Uth:

​PositionMS​
​Alter​28
​Marktwert​5,5 Mio. Euro
​Vertragslaufzeit​30.06.2022
​Schalke-Spiele​38
​Schalke-Tore​4
​Schalke-Vorlagen​5

(Marktwert laut transfermarkt.de)


Dem Bericht zufolge, scheiterte der Leihversuch unter anderem am lieben Geld. Zwei Millionen Euro Gehalt allein bis zum Saisonende hätte die Schmerzgrenze der Kölner überschritten. Auch die BILD hatte unlängst darüber berichtet, dass ein Kauf für den Effzeh nicht zur Debatte steht und die Kölner darauf angewiesen wären, dass die Schalker im Falle einer Leihe einen Teil des Gehalts übernehmen würden. Darüber hinaus wollte das Boulevardblatt in Erfahrung gebracht haben, dass am heutigen Freitag ohnehin erst einmal ​ein Gespräch zwischen den Schalke-Bossen und Uth stattfinden soll, indem erörtert wird, ob der Angreifer nicht doch gut beraten wäre, auch die zweite Saisonhälfte auf Schalke zu verbringen.


Doch nicht nur die üppigen Gehaltsvorstellungen des Stürmers sollen bei den Kölnern Bauchschmerzen ausgelöst haben. So soll auch die nicht ganz unberechtigte Frage aufgekommen sein, ob Uth tatsächlich in der Lage wäre, dem Effzeh ad hoc zu helfen. Gegen Ende der Hinrunde war der 28-Jährige schließlich wegen eine Adduktorenverletzung zum Zusehen verdammt gewesen. Eine ​MRT-Untersuchung kurz vor dem Jahreswechsel soll zwar bestätigt haben, dass der gebürtige Kölner wieder kerngesund ist, dennoch wird es wohl ein Weilchen dauern, bis Uth wieder bei hundert Prozent ist.


Heldt baggert an Younes


Während sich zuletzt rund um den Effzeh scheinbar alles auf Uth konzentrierte, soll Manager Horst Heldt laut Informationen des Express die Gunst der Stunde genutzt haben und heimlich, still und leise einen weiteren potenziellen Neuzugang ins Visier genommen haben. Die Rede ist dabei von ​Amin Younes. Der Linksaußen hat beim SSC Neapel derzeit einen schweren Stand und hofft wie Uth in Zukunft wieder auf regelmäßigere Einsätze.

Amin Younes

Zum Problem könnten aber auch bei Younes die finanziellen Rahmenbedingungen werden. Die Neapolitaner wollen ihren aussortierten Offensivspieler am liebsten verkaufen und fordern dafür das stolze Sümmchen von zehn Millionen Euro. Die Hoffnung des Effzeh auf eine Leihe könnte also vergeblich sein. 


Als wohl deutlich kostengünstigere Variante wurde zudem Todor Nedelev in den Raum geworfen. Der 26-jährige Linksaußen geht aktuell in der bulgarischen Liga auf Torejagd, war bei  seinem ersten Versuch des internationalen Durchbruchs beim ​1. FSV Mainz 05 nach Wechsel im Januar 2014 aber ziemlich kläglich gescheitert.