​Kein Tag, an dem nicht irgendwo ein Gerücht über​ Pierre-Emerick Aubameyangs Weggang vom FC Arsenal im kommenden Sommer auftaucht. ​Auch 90min berichtete gestern darüber. Jetzt hat sich der Gabuner gegenüber diesen Gerüchten geäußert. Doch richtig aus der Welt geschaffen hat er sie damit auch nicht.


Er sei, so der Ex-Borusse gegen RMC, aktuell ein Gunner. Das ist die rein faktische Darstellung des objektiven Tatbestandes. Hätte Aubameyang diese Aussagen im check24-Doppelpass getätigt, wäre er zur Zahlung ins Phrasenschwein verdonnert worden.


Kein wirkliches Dementi von Auba


Die anhaltenden Spekulationen beziehen sich auch gar nicht so sehr auf einen Weggang des Stürmers noch in diesem Winter, sondern im kommenden Sommer. Bis dahin ist und bleibt Auba zweifellos ein Gunner. Auch die weiteren Ausführungen dürften für die Fans der Kanoniere nicht unbedingt eine Garantie auf seinen Verbleib über den Sommer 2020 hinaus darstellen: "Die englische Presse mag es gerne, viel zu reden. Bis jetzt bin ich noch hier. Zu hundert Prozent."

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Auch mit diesen Worten schafft Aubameyang das Szenario eines Vereinswechsels keinesfalls aus der Welt. Vielmehr sind seine Aussagen dafür geeignet, etwas Luft aus dem Kessel zu nehmen - und vor allem, um sich auf die sportliche Herausforderung der kommenden fünf Monate zu fokussieren.


Denn eines ist klar: Ohne Teilnahme an der ​Champions League im kommenden Jahr (es wäre dann das zweite in Folge) müssten die Londoner kleinere Brötchen backen. Und Spieler wie Aubameyang wären dann nur noch schwer zu halten.


Champions League für Arsenal wohl nur über die Europa League möglich


Doch selbst der hochverdiente Sieg im gestrigen Spiel gegen ​Manchester United (2:0) hat die Mannschaft tabellarisch nicht wirklich weit nach vorne gebracht. Nach 21 Liga-Spielen stehen die Nordlondoner auf einem bescheidenen zehnten Rang, neun Punkte hinter dem Vierten (​FC Chelsea). Sich noch über die heimische Liga für die Königsklasse zu qualifizieren, dürfte schwierig werden. Fast erscheint der Weg über die Europa League einfacher. Doch auch die will erstmal gewonnen werden. 

Pierre-Emerick Aubameyang

Bei allem muss man eines konstatieren: Falls sich Aubameyang gerade wirklich Gedanken um seine nähere berufliche Zukunft macht - wirklich anmerken tut man es ihm nicht. In den letzten Wochen hat er sich zu einer Art Anführer der Mannschaft entwickelt, der mit gutem Beispiel (und Toren) vorangeht. Im gestrigen Spiel gegen die Red Devils ging Auba zwar leer aus, war aber dennoch einer der stärksten Akteure auf dem Feld. 


Insgesamt kann sich seine Quote mit 13 Treffern (und ein Assist) in 21 Spielen mehr als sehen lassen. Es sieht wirklich nicht danach aus, dass sich der Gabuner in irgendeiner Weise hängen lassen würde. Doch eine Garantie bezüglich seines Verbleibs im Emirates Stadium wird er weiterhin nicht geben.