​Borussia Dortmund und Julian Weigl gehen nach viereinhalb Jahren ​wieder getrennte Wege. Zum 1. Januar schloss sich der defensive Mittelfeldspieler offiziell Benfica Lissabon an. 20 Millionen Euro Ablöse kassierten die Schwarz-Gelben für den Ex-Löwen. Nach dem Abgang des 24-Jährigen stellt sich beim BVB die Frage, ob ein Ersatz verpflichtet oder auf das vorhandene Spielermaterial gesetzt werden soll. Beide Optionen scheinen aktuell denkbar zu sein.


Die Bild-Zeitung spekuliert, dass der BVB auf dem Transfermarkt zuschlagen wird, sofern eine Top-Alternative verfügbar ist. Zwingend erforderlich ist die Verpflichtung eines neuen Spielers allerdings nicht, da der Kader auf den entsprechenden Positionen auch ohne Weigl gut aufgestellt ist. 


Entscheiden sich die Borussen dennoch für eine externe Lösung, könnten die folgenden Spieler interessant werden:


Emre Can

Emre Can

Der Nationalspieler hatte in den letzten Monaten keinen Hehl daraus gemacht, dass er mit seiner Rolle bei ​Juventus Turin nicht wirklich zufrieden ist. Die Gerüchte um einen Abschied im Winter halten sich deshalb seit geraumer Zeit hartnäckig. ​Der BVB signalisiert dem Vernehmen nach ernsthaftes Interesse am 25-Jährigen, der jedoch auch das Interesse von anderen Top-Klubs (u. a. Paris Saint-Germain) geweckt haben soll.


Aurélien Tchouaméni

FBL-FRA-LIGUE1-BORDEAUX-MONACO

Neben Can soll der BVB auch ein vielversprechendes Talent auf dem Zettel stehen haben. Wie die französische Zeitung L'Equipe kurz vor Weihnachten berichtete, beschäftigen sich die Schwarz-Gelben auch mit Bordeaux-Shootingstar Tchouaméni (m.). Trotz seines jungen Alters ist der 19-Jährige bereits Stammspieler und verfügt durchaus über ausreichend Potenzial, um bei einem Top-Klub Fuß zu fassen. Vom Profil her passt der französische U19-Nationalspieler, der vertraglich noch bis 2022 gebunden ist, zweifelsohne ins Beuteschema der Borussia. 


Zakaria, Geiger, M. Eggestein & Maier

Denis Zakaria

Auch in der ​Bundesliga tummeln sich mit Denis Zakaria (Bild), Dennis Geiger, Maximilian Eggestein und Arne Maier einige Mittelfeldspieler, die für den BVB durchaus interessant sein könnten bzw. schon mit dem Vizemeister in Verbindung gebracht wurden. 


Dass einer der genannten Spieler im Winter die Freigabe erhält, erscheint jedoch unwahrscheinlich zu sein, weshalb das Quartett eher am Saisonende zum Thema werden könnte.


Verzichten die BVB-Verantwortlichen nach dem ​Haaland-Coup auf einen weiteren Winter-Transfer, könnten die folgenden Spieler mehr in den Fokus rücken:


Mahmoud Dahoud & Tobias Raschl

Mahmoud Dahoud

Im zentralen/defensiven Mittelfeld sind Axel Witsel und mit Abstrichen Thomas Delaney erste Wahl. Durch den Abgang von Weigl rückt Dahoud zumindest auf Rang drei vor. Ob der Ex-Gladbacher dadurch auch mehr Spielzeit erhalten wird, bleibt jedoch abzuwarten. Bei seinen acht Pflichtspielen in der Hinrunde konnte sich der 24-Jährige, der in den letzten Wochen als Wechselkandidat gehandelt wurde, nicht wirklich für weitere Einsätze geschweige denn für einen Stammplatz empfehlen. 


Setzen die Schwarz-Gelben auf den eigenen Nachwuchs, könnte Raschl eine Chance erhalten. Der 19-Jährige durchlief seit Sommer 2015 die Nachwuchsmannschaften der Borussia und ist seit dieser Saison Teil des Profikaders. Zu einem Einsatz unter Cheftrainer Lucien Favre reichte es bislang allerdings noch nicht. In der UEFA Youth League wusste der Youngster als Kapitän mit guten Leistungen zu überzeugen.


Leonardo Balerdi

Leonardo Balerdi

Da Weigl in der Hinrunde auch einige Male als Innenverteidiger ausgeholfen hatte, dürften nach dessen Abgang auch die Einsatzchancen von Balerdi steigen. Der argentinische Nationalspieler wurde vor knapp einem Jahr für stolze 15,5 Millionen Euro von den Boca Juniors verpflichtet, bestritt seither allerdings nur zwei Pflichtspiele für die Profis. Im Dezember wurde der 20-Jährige zweimal eingewechselt - in der Rückrunde winkt ihm mehr Spielzeit.