Auf der Suche nach einem Trainer für die neue Saison hat Hans-Dieter Flick seinen Hut höchstpersönlich in den Ring geworfen. Der 54-Jährige kann sich vorstellen, endgültig zum Cheftrainer des ​FC Bayern München aufzusteigen, in das zweite Glied wolle er aber nicht mehr rücken, wie er im kicker erklärte. Wie Sport1 berichtet, könnte Flick seine Trainerkarriere im Ausland fortsetzen, sollten die Bayern ab Sommer eine andere Lösung finden.


Die Lage ist wohl auch aufgrund mangelnder Alternativen eindeutig: Flick hat seine Zukunft beim FC Bayern selbst in der Hand. Wenn der Übergangstrainer auch in der Rückrunde erfolgreich mit der Mannschaft arbeitet - was nicht nur die Titelverteidigung in der ​Bundesliga, sondern auch ein positives Abschneiden in den Pokalwettbewerben einschließen dürfte -, wird er den Rekordmeister auch in Zukunft betreuen. Das ging einerseits aus der Pressemitteilung hervor, in der bekanntgegeben wurde, dass Flick ​mindestens bis Saisonende Trainer bleiben werde, andererseits deutete er dies im kicker-Interview selbst an. 

Hansi Flick

"Es spricht ja nichts dagegen, dass man weitermacht, wenn es erfolgreich verläuft. Gehen wir einfach mal davon aus, dass die Spiele und Ergebnisse weiterhin passen; und wenn nicht, hat der Verein ausreichend Zeit, sich nach einem anderen Trainer umzuschauen", so Flick, der "das absolute Vertrauen" der Verantwortlichen spüre. Als Co-Trainer wolle er vorerst aber nicht mehr fungieren: "Ich kann mir vieles vorstellen, aber das kann ich mir im Moment nicht vorstellen."


Flick erhält Interesse aus dem Ausland


Nach den Stationen FC Bammental (1996 - 2000) und TSG Hoffenheim (2000 - 2005) visiert Flick eine Trainerkarriere auf Profi-Ebene an. Sollten die Bayern zur neuen Saison einen neuen Übungsleiter anheuern, dürfte er seine Karriere laut Sport1 woanders fortsetzen. Wie es heißt, sollen einige ausländische Vereine auf ihn aufmerksam geworden sein, Namen wurden im Bericht jedoch nicht genannt. Um welche Klubs es sich demzufolge handelt, ist unklar.


Damit dürften sich aber weder Flick noch der FC Bayern zum jetzigen Zeitpunkt beschäftigen. Nichtsdestotrotz dürfte auch der Führungsetage nicht entgangen sein, dass die Anzahl an potentiellen Nachfolger immer geringer wird. Ajax Amsterdams Sportdirektor Marc Overmars verkündete jüngst, ​Erik ten Hag im Sommer nicht abgeben zu wollen, Thomas Tuchel steht bei Paris St. Germain noch bis 2021 unter Vertrag. Doch anders als vor zwei Jahren sitzt derzeit ein Interimstrainer auf der Bank, der den Wunsch hegt, über die Saison hinaus zu bleiben.