​Mit Santiago Ascacibar hat der ​VfB Stuttgart unlängst einen zweikampfstarken Mittelfeldspieler an ​Hertha BSC abgegeben. Die zehn Millionen Euro, die durch diesen Deal angeblich eingenommen werden konnten, sind zwar schön, um die Mission sofortiger Wiederaufstieg zu packen, benötigen die Stuttgarter aber wohl einen Ersatz für das zentrale Mittelfeld. Angeblich hoffen die Schwaben dabei auf eine Leihe von ​​Eduard Löwen.


Im Gegensatz zu ​Santiago Ascacibar, der beim VfB zumeist gesetzt war, verlebte Eduard Löwen eine enttäuschende Hinrunde. Im Sommer 2019 für stolze sieben Millionen Euro vom 1. FC Nürnberg verpflichtet, machte sich der zentrale Mittelfeldspieler nach starken Spielzeiten im Trikot der Franken berechtigte Hoffnungen darauf, auch bei Hertha BSC seinen Weg gehen zu können. Der 22-Jährige wurde jedoch rasch durch eine Knieverletzung ausgebremst und konnte sich unter Coach Ante Covic keinen Stammplatz erarbeiten. 


Hertha wohl gesprächsbereit


Auch nach der Amtsübernahme von Jürgen Klinsmann verbesserte sich die knifflige Situation des siebenfachen deutschen U21-Nationalspielers nicht maßgeblich. So durfte Löwen zum Hinrundenausklang beim torlosen Remis gegen Borussia Mönchengladbach zwar endlich mal wieder von Beginn auf dem Rasen stehen. Mit der Verpflichtung von Ascacibar erhält Löwen bei der Hertha nun aber neue Konkurrenz. Mit ​Granit Xhaka und womöglich auch Emre Can könnten noch in diesem Winter weitere Hochkaräter folgen.


Das Spielerprofil von Eduard Löwen:

Position​ZMF​
​Alter​22
​Marktwert​7 Mio. Euro
​Hertha-Spiele​7
​Hertha-Scorerpunkte​-


(Marktwert laut transfermarkt.de)


Obwohl Klinsmann dem Vernehmen nach durchaus große Stücke auf Löwen hält, dürfte er zum großen Leidtragenden der Transferoffensive werden. Nach Informationen der BILD soll der VfB daher seine Chance wittern und die Möglichkeiten einer Leihe ausgelotet haben. Auf dem Papier erscheint ein Deal als klassische Win-Win-Win-Situation. Die Berliner könnten einer Unzufriedenheit innerhalb ihres Kaders entgegenwirken und einem ihrer Spieler bei einem Leihklub regelmäßige Einsätze ermöglichen. Löwen brennt für die Rückrunde vor allem auf viele Spielminuten und könnte sich für den VfB als äußerst engagierter Spieler erweisen.


Aus dem Bericht geht nicht hervor, inwiefern sich die Stuttgarter auch um eine mögliche Kaufoption bemühen und ob die Berliner und auch Löwen selbst für einen solchen Vorschlag überhaupt empfänglich wären. Dank des geglückten Ascacibar-Transfers dürften sich aber zumindest beide Vereine auch bei kommenden Transferverhandlungen mit dem angemessenen Respekt begegnen und könnten auf einer gewissen Vertrauensbasis aufbauen. Neben dem VfB sollen aber auch bereits die beiden Erstligisten FC Augsburg und ​SV Werder Bremen die Fühler in Richtung Löwen ausgestreckt haben.