​Seitdem die Tranfersperre für den ​FC Chelsea aufgehoben wurde, machen tagtäglich Berichte über mögliche Neuzugänge für die Blues die Runde. Ein Objekt der Begierde soll auch ​Timo Werner sein. Der Angreifer von ​RB Leipzig legte eine beeindruckende Hinrunde hin und würde vom Spielerprofil her gut an die Stamford Bridge passen. Doch ist ein Wechsel im Winter auch nur annähernd realistisch?


Laut Informationen von The Telegraph prüfen die Kaderplaner des englischen Spitzenklubs dieser Tage, ob der aktuelle Vertrag des deutschen Nationalstürmers in Leipzig eine Ausstiegsklausel für den Januar 2020 bereithält. 

Bislang kursieren noch gegensätzliche Berichte darüber, ob und für wie viel Geld Werner im Falle einer Klausel prinzipiell zu haben wäre. Die Schwankungen in den kolportieren Ablösesummen sind dabei immens und reichen von umgerechnet rund 30 Millionen bis hin zu 60 Millionen Euro.


RB Leipzig hat kein Interesse an einem Werner-Verkauf im Winter


Klar ist, dass RB Leipzig alle Hebel in Bewegung setzen wird, um einen Wechsel des Torjägers unter allen Umständen zu verhindern. Unter dem neuen Cheftrainer Julian Nagelsmann präsentierte sich der 23-Jährige ​in der Hinrunde schließlich so stark wie noch nie und konnte in 25 Pflichtspielen schier unglaubliche 23 Treffer und zehn Torvorlagen bewerkstelligen. Dass sich die Leipziger die Herbstmeisterschaft sichern konnten und auch der Einzug ins Achtelfinale der ​Champions League gelang, liegt daher zu einem großen Anteil auch daran, dass sich Werner extrem treffsicher präsentiert hat.


Die Leistungsdaten von Timo Werner für RB Leipzig:

​SpieleTore​​Vorlagen
​Bundesliga​110​68​30
​DFB-Pokal​9​6​3
​Champions League​12​6​1
​Europa League​6​4​2
​EL-Quali​2​-​1
​Insgesamt​139​84​37

Die Scouts des FC Chelsea behalten die Entwicklung in Leipzig schon alleine deshalb genau im Auge, da mit Innenverteidiger Ethan Ampadu derzeit ein Chelsea-Profi an die Sachsen ausgeliehen ist. Diese Zusammenarbeit könnte sich bei etwaigen Gesprächen um Werner noch als Vorteil erweisen. Da die Leipziger ihre Meisterschaftspläne verständlicherweise nicht gefährden wollen, dürfte ein Wechsel mitten in der Saison aber dennoch kaum zu bewerkstelligen sein. 


Auch Werner selbst dürfte sich einen Wechsel gut überlegen, schließlich haben nur wenige Spieler die Möglichkeit, abseits des ​FC Bayern München die deutsche Meisterschale empor zu recken. Mittel- bis langfristig erscheint die Premier League für den gebürtigen Stuttgarter schon allein aufgrund seiner starken Dynamik aber durchaus eine passende Adresse zu sein.


Chelsea tanzt auf mehreren Hochzeiten


Wenn man dem Bericht Glauben schenken kann, versteifen sich die Blues bei ihrer Suche nach einem neuen Stürmer nicht einzig und allein auf Werner. So soll etwa auch Wilfried Zaha weiterhin ​in der Gunst des Hauptstadtklubs ganz weit oben stehen. Der Stürmer von Crystal Palace soll dem Vernehmen nach aber noch einmal deutlich teurer sein als Werner. Wahrscheinlicher erscheint da schon ein Vorstoß in Richtung Moussa Dembele, der aktuell für Olympique Lyon auf Torejagd geht.

Wilfried Zaha

Auch Wilfried Zaha soll in den Überlegungen der Blues eine Rolle spielen



Als Joker in der Hinterhand wären die Blues angeblich dazu bereit, im Gegenzug für eines ihrer Transferziele ihren Routinier Olivier Giroud oder den ehemaligen Dortmunder Michy Batshuayi ziehen zu lassen. Gerüchten zufolge soll zumindest Giroud gegenüber einem Wechsel zurück in seine französische Heimat nicht komplett abgeneigt sein.