Viele hatten es damals nicht anders erwartet. Als Jann-Fiete Arp im Sommer dieses Jahres seinem Stammverein ​Hamburger SV endgültig den Rücken kehrte, prognostizierten die meisten dem 19-Jährigen eine schwere Zeit in München. ​Und bislang haben sie recht behalten.


Es ging schon holprig los. Kaum in der bayrischen Landeshauptstadt angekommen, brach sich Arp das Kahnbein und fiel erstmal für einige Wochen aus. Dadurch verlor er wertvolle Zeit in der Vorbereitung, und sah sich schnell als fünftes Rad am Wagen im hochklassig besetzten Kader des Dauermeisters. 


In der Folge kam der Stürmer auf nur 69 (!) Spielminuten in ​Bayerns Zweiter Mannschaft (Dritte Liga). Und nicht nur das: Mittlerweile hat ein anderer Spieler aus dem Unterbau der Münchener dem gebürtigen Bad Segeberger den Rang abgelaufen. 

Joshua Zirkzee

In der Hackordnung des Rekordmeisters aktuell vor Arp: Joshua Zirkzee



Joshua Zirkzee durfte zuletzt zweimal bei den Profis ran - und rechtfertigte das von Trainer Hansi Flick entgegengebrachte Vertrauen mit zwei eminent wichtigen Joker-Toren, die den Bayern insgesamt vier Punkte mehr einbrachten. 


So erlöste der 18-jährige Holländer zunächst die Bayern am 16. Spieltag beim schwierigen Spiel in Freiburg, als er in der Nachspielzeit das 2:1 für die Bayern schoss. Und nur eine Woche später gab Zirkzee erneut den "Dosenöffner" und sicherte mit seinem Tor zum 1:0 gegen die Wölfe (in der 85. Minute) abermals den späten Dreier für die Roten


​Zirkzee ist also momentan in aller Munde. Und Arp in der Rolle des Herausforderers. Die hat er auch voll angenommen und brennt förmlich vor Tatendrang. Unlängst postete der U19-Nationalspieler Bilder von sich, die ihn beim Jogging um die Hamburger Alster zeigen. Die Botschaft ist klar: 2020 will Arp endlich in München ankommen.