Wegen zweier roter Karten binnen zwei Wochen droht ​Bayer 04 Leverkusens Neuzugang eine Sperre in der ​Bundesliga und Europa League. Ob oder wie lange die Werkself auf Exequiel Palacios verzichten muss, ist noch ungewiss. 


​Exequiel Palacios wechselte für rund 17 Millionen Euro von River Plate zu ​Bayer 04 Leverkusen. Seinen Start bei der Werkself dürfte sich der 21-jährige Mittelfeldspieler sicherlich anders vorgestellt haben. 


Dem Argentinier drohen Sperren in der Bundesliga sowie Europa League. Grund dafür ist die rote Karte im finalen Ligaspiel mit River gegen San Lorenzo (0:1-Niederlage) am neunten Dezember sowie seine rote Karte in der fünften Minute der Nachspielzeit im Finale der Copa Libertadores am 23. November gegen Flamengo (1:2-Niederlage).

Patricio Lousteau,Exequiel Palacios

Ezequiel Palacios (l.) sieht im Ligaspiel gegen San Lorenzo in der 77. Minute die rote Karte


Leverkusen wartet auf eine Entscheidung


​Ob und wie lange Bayer-Coach Peter Bosz auf den Einsatz seines Neuzugangs verzichten muss, ist noch unklar. "Das muss noch abgeklärt werden", verriet Sportchef Simon Rolfes. Der 37-jährige Sportfunktionär erhofft sich viel vom vierfachen Nationalspieler: "Er spielt schnell und häufig den vorletzten Pass. Er hat einen guten Blick für die Tiefe, spielt gute Pässe in die Schnittstellen."

​In 79 Pflichtspielen für seinen Jugendklub River Plate erzielte der zentrale Mittelfeldakteur sieben Tore und bereitete weitere zehn Tore vor. In diesem Jahr feierte Palacios mit seinem Ex-Klub den argentinischen Pokalsieg, 2018 gewann er die Copa Libertadores. Für die Nationalmannschaft debütierte der damals 19-Jährige im September 2018 im Testspiel gegen Guatemala, wo er unmittelbar mit einem Assist brillierte. In Leverkusen unterschrieb Palacios einen Vertrag bis 2025. 


Die ersten drei Bundesligaspiele der Rheinländer gehen gegen ​Paderborn, ​Düsseldorf und ​Hoffenheim. Ende Februar wartet in der Runde der letzten 32 das Hin- und Rückspiel gegen den FC Porto in der Europa League. Der Einsatz von Palacios ist weiterhin fraglich.