Während die Trainerfrage bei ​Bayern München noch immer auf Hochtouren läuft und man mögliche Optionen für den Sommer abwägt, hat sich Hansi Flick nun offensiv und ehrlich zur Thematik geäußert - so sei es für ihn nicht vorstellbar, erneut in die zweite Reihe als Co-Trainer zu gehen.


Nach der Freistellung des glücklosen und nie so wirklich unterstützten Niko Kovac hat Hansi Flick das Ruder der Bayern in die Hand genommen. Seit dem Sommer fungierte er als Co-Trainer und Unterstützung für den Kroaten, der nach der unrühmlichen 1:5-Klatsche gegen seinen Ex-Verein ​Eintracht Frankfurt - trotz des Double-Erfolgs zuvor - entlassen wurde. 


Erneutes Engagement als Co-Trainer für Flick nicht vorstellbar


So übernahm Hans-Dieter Flick, wie der Fußballlehrer eigentlich heißt, Anfang November den Posten des Cheftrainers. Neben einem sehr guten Start gab es auch viel Lob für die Art und Weise der Arbeit des 54-Jährigen: Einige Spieler lobten die ​gute Kommunikation mit Flick, andere wussten das Training und die dort angebotenen Lösungswege zu schätzen. Nachdem man die Hinrunde insgesamt zufriedenstellend und mit einer positiven Entwicklung sowie Spielidee beenden konnte, haben die Vereinsverantwortlichen ihm das Vertrauen ausgesprochen: ​Flick bleibt bis zum Saisonende Cheftrainer. So hat der Rekordmeister genug Zeit, sich nach potenziell weiteren Kandidaten umzusehen. 

Erneut in die zweite Reihe zurückgehen, das erscheint für ihn mittlerweile keine Option mehr zu sein, wie er nun offensiv im kicker-Interview klarstellte: "Ich kann mir vieles vorstellen, aber das kann ich mir im Moment nicht vorstellen." Zu Beginn seiner Amtszeit, also kurz nach der Beförderung, hörte sich das noch anders an. 


"Ich spüre das absolute Vertrauen. Es spricht ja nichts dagegen, dass man weitermacht, wenn es erfolgreich verläuft. Gehen wir einfach mal davon aus, dass die Spiele und Ergebnisse weiterhin passen", so Flick weiter, der sich damit unerwartet angriffslustig in dieser Thematik äußert. Bislang hatte er sich diesbezüglich eher zurückgehalten und wenn, dann eher über Understatements geäußert. 

Hasan Salihamidzic,Hermann Gerland,Hansi Flick

Gute Laune auf der Trainerbank: Salihamidzic und Co-Trainer Gerland mit Flick



Sollte es nicht erfolgreich verlaufen, habe der Verein immerhin noch "ausreichend Zeit, sich nach ​einem anderen Trainer umzuschauen", stellte er locker fest. Recht hat er damit natürlich und auch von außen kann es so wirken, als wäre ein erneuter Schritt in die Rolle des Co-Trainers eher ein Rück- als ein weiterer Fortschritt für ihn. 


Mittlerweile hat sich Flick als Chefcoach etablieren können, während er zuvor nur als Mitglied im Trainerteam um Jogi Löw bei der deutschen Nationalelf bekannt war. Voraussichtlich bis zum Ende der Saison braucht er sich zumindest darüber keine weiteren Gedanken zu machen - für ihn und die Bayern ist es das klare Ziel, sich erneut die Meisterschaft zu holen, sowie ins Finale des DFB-Pokals einzuziehen und möglichst weit in der Champions League zu kommen.


​Hier klicken, um 90min auf Instagram zu folgen.