Ein Jahr verbrachte Jesús Vallejo bei ​Eintracht Frankfurt, seither wird der spanische Innenverteidiger immer wieder mit einer Rückkehr an den Main in Verbindung gebracht. Auch in dieser Transferperiode sollen sich die Klubverantwortlichen mit Vallejo beschäftigen, wie ​Spox berichtet.


Fünf Millionen Euro zahlte ​Real Madrid für Jesús Vallejo im Sommer 2015 an Real Saragossa, über den Status des Leihspielers kam er seit jeher aber nicht hinaus. Unmittelbar nach seiner Verpflichtung wurde er für ein Jahr an Saragossa verliehen, in der Folgesaison zog er zur Frankfurter Eintracht weiter. Nach einem guten Jahr mit 27 Pflichtspielen blieb Vallejo im Sommer 2017 bei den Königlichen, kam in zwei Jahren aber nur 19 Mal zum Einsatz.


Also wurde Vallejo erneut verliehen, in dieser Saison läuft er für die Wolverhampton Wanderers auf. In der ​Premier League war der 22-Jährige erst zweimal zu sehen, ebenso häufig durfte er im Carabao Cup auflaufen. In der Europa-League-Qualifikation reichte es immerhin zu drei Einsätzen, die meiste Zeit verbringt Vallejo aber auf der Bank oder der Tribüne.


Vallejo strebt Wechsel an


Im Hinblick auf die Olympischen Spiele im kommenden Jahr wolle Vallejo Spielpraxis sammeln. Mehrere Bundesligisten sollen sich Spox zufolge mit dem Innenverteidiger befassen, darunter Eintracht Frankfurt. Schon in der Vergangenheit rankten sich einige Gerüchte um eine Rückkehr zur SGE, im Sommer erhielten jedoch die Wolves den Zuschlag. 

In den kommenden Tagen sollen Gespräche mit Real und Wolverhampton anstehen, Vallejo wolle in aller Ruhe über seine Zukunft entscheiden. In Frankfurt wäre er Innenverteidiger Nummer sieben, ​allerdings wird Simon Falette den Klub mit hoher Wahrscheinlichkeit im Januar verlassen


Wo muss die Eintracht wirklich nachlegen?


In der Defensive vertraut Adi Hütter überwiegend auf Martin Hinteregger, Makoto Hasebe und David Abraham, letzterer verpasste nach seiner Rotsperre beim 0:1 gegen den SC Freiburg die vergangenen sechs Bundesligaspiele. Kurz vor der Winterpause rotierte Hütter verstärkt in der Dreierkette, gewährte Almamy Touré und Evan Ndicka wieder mehr Spielpraxis. Jene Spielpraxis fehlt Vallejo, der in zweieinhalb Jahren nur 26 Pflichtspiele absolvierte. In Frankfurt würde er wiederum kaum Eingewöhnungszeit benötigen, da er den Klub, das Umfeld und den Großteil des Kaders noch immer kennt. Fraglich ist nur, ob die Eintracht ausgerechnet in der Innenverteidigung Verstärkung benötigt.


Weder qualitativ noch quantitativ herrscht in der Abwehr Nachholbedarf. Das sieht im Mittelfeld und Sturm anders aus. Gerade in den vorderen beiden Mannschaftsteilen rotiert Hütter wenig, weil es auch an Qualität in der Breite fehlt. Allein auf der linken Außenbahn gibt es keine wirkliche Alternative zu Filip Kostic. Der Serbe stand in 28 von 31 Hinrundenspielen auf dem Platz, auf der rechten Außenbahn kamen dagegen sowohl Danny da Costa als auch Timothy Chandler und Erik Durm zum Einsatz. 

Filip Kostic

  Schlüsselspieler: Filip Kostic ist für Adi Hütter unersetzlich - auch, weil es an qualitativen Alternativen mangelt.


Hinzu kommt, dass die Neuzugänge Bas Dost, André Silva und Djibril Sow im ersten Halbjahr hinter den Erwartungen geblieben sind. Auch Spieler wie Lucas Torró, die nur selten eine Chance erhalten, sind nicht außer Acht zu lassen - allerdings wird der Mittelfeldspieler aufgrund eines Innenbandrisses vorerst ausfallen. Die Eintracht dürfte dementsprechend einen Mittelfeldspieler, eine Alternative für die linke Außenbahn und einen weiteren Stürmer bevorzugen. In Anbetracht dessen wäre eine Rückkehr von Ante Rebic sinnvoller als eine Rückkehr von Jésus Vallejo.