​Frederik Rönnow hatte bei ​Eintracht Frankfurt nie den einfachsten Stand. In der vergangenen Saison absolvierte er trotz großer Hoffnungen nur wenige Spiele, in diesem Jahr musste er sich immer wieder mit Verletzungen herumschlagen. Trotzdem blickt der Däne stolz zurück und wird vor allem bei einem Moment sehr emotional.


Aktuell leidet Frankfurts 27 Jahre alter Torhüter an einem Sehnenriss im Oberschenkel. Dadurch verpasste er zum Hinrundenfinale zwei Einsätze, im neuen Jahr wird er ebenfalls noch einige Zeit fehlen. In seiner wechselhaften Zeit bei der SGE ist es nicht der erste Rückschlag, den Rönnow zu verkraften hat.


Immer wieder musste sich der Schlussmann den unglücklichen Umständen fügen. In der Saison 2018/19 sollte er als Neuzugang die Nummer Eins im Kasten der Eintracht werden, doch nur nach einem Spiel saß er aufgrund der Rückkehr von Kevin Trapp auf der Bank. Die großen Hoffnungen erfüllten sich nicht im Ansatz, in dieser Saison muss er sich erneut mit dem Status als Nummer Zwei begnügen.


Rönnow hält sich an den positiven Erinnerungen fest


Nach wenigen Wochen profitierte er allerdings von einer Verletzung seines Teamkollegen und hütete fortan selbst das Tor. Der Däne war da, als er gebraucht wurde, zeigte starke Leistungen und sicherte den Adlern so manchen Punkt. 


Dies war vor allem gegen ​Bayer Leverkusen der Fall. In seinem zweiten ​Ligaeinsatz seit mehreren Monaten lieferte der Keeper eine heldenhafte Leistung ab und hielt die Null beim 3:0-Erfolg mit teils sensationellen Aktionen fest. Im Interview mit seinem Verein reflektierte Rönnow dieses Spiel noch einmal und stellte klar, wieso diese Zeit für ihn so besonders war.

David Abraham,Goncalo Paciencia,Frederik Roennow

Rönnows Mannschaftskollegen konnten sich für den lange glücklosen Keeper freuen


"Das ist sehr emotional für mich. Einen Tag vorher kam mein Sohn zur Welt. Das war eine sehr überwältigende Zeit. Ich musste früher von der Nationalmannschaft abreisen, um die Geburt nicht zu verpassen. Ich habe in den Tagen nicht sehr viel geschlafen und habe echt gezweifelt, ob ich fit genug für das Spiel gegen Leverkusen bin. Dann habe ich mich aber entschieden und gesagt: Warum nicht?", beschrieb der talentierte Keeper die turbulenten Tage um das wichtige Spiel.


"Dann hat das ganze Stadion meinen Namen gerufen"


Über seine Leistung freute er sich genauso sehr wie über das Ergebnis der Mannschaft. Dieser Sieg bedeutete für ihn und seine Kollegen enorm viel: "Wir haben zuhause vor unseren wunderbaren Fans mit 3:0 gewonnen und ich hatte womöglich eins der besten Spiele meiner Karriere. Hier zu sitzen und darüber zu reden, löst bei mir wieder Emotionen aus. Ich war nach dem Spiel sehr glücklich, aber ich konnte die ganzen Gefühle gar nicht richtig verarbeiten. Ich dachte nur über die vergangenen Tage nach und was da passierte."


Ganz besonders wurde dieses Wochenende natürlich durch die Geburt seines Kindes: "Mein Sohn kam auf die Welt. Das klingt jetzt vielleicht komisch, aber manchmal hat alles einen tieferen Sinn. Ich habe nach dem Spiel direkt meine Freundin angerufen, sie war noch immer im Krankenhaus. Ich musste weinen. Ich habe dieses Trikot behalten und mit dem Datum versehen. In einigen Jahren wird es bestimmt wieder diese Emotionen hervorrufen."

Frederik Roennow

Frederik Rönnow erlebte selten so glückliche Tage


"Das war so ein Moment. Dann hat noch das ganze Stadion meinen Namen gerufen. Ich habe die Liebe im Stadion gespürt, natürlich auch wegen des Spiels. Aber alle wussten auch über meine neue familiäre Situation Bescheid. Das war auch für meine Familie emotional", so Rönnow im Nachhinein überwältigt. An diese Tage erinnert sich der Keeper gewiss noch gerne. Doch mit weiteren solchen Momenten will er sein Kapitel bei der Eintracht vergolden.