​​Werder Bremen steckt in einer schwierigen Situation. In der Winterpause müssen die Trümmer der Hinrunde aufgearbeitet werden. Dazu soll der Kader durch Zugänge verstärkt werden, doch dies stellt sich immer mehr als große Herausforderung dar. Selbst ein Transferwunder würde Werder nur bedingt weiterhelfen.


Bisher gab es bereits einige Spekulationen über mögliche Winterneuzugänge, vor allem defensiv wurden manche Kandidaten gehandelt. Die Namen Kevin Vogt sowie ​Jannik Vestergaard tauchten in den letzten Tagen auf, doch beide Profis sind aktuell keine Option. Denn die Werderaner stecken in einem Engpass, der jegliche Verhandlungen enorm schwierig machen dürfte.


Die Hoffnungen auf die Wende nach dem Winter sind groß, die Fans wünschen sich mindestens zwei oder drei neue Spieler, die die Mannschaft sofort verstärken. Diese Träume werden sich allerdings nicht im geringsten erfüllen, denn Werder fehlt vor allem das Geld. Wie der Weserkurier berichtet, ist schon das Ausleihen so mancher Stars zu teuer für die aktuellen Umstände.


Baumann hat das Machbare im Blick


Sportchef Frank Baumann muss sich in diesem Winter einiges überlegen, um den Kader trotzdem mit mindestens einem Profi zu verstärken. Dabei achtet er nicht darauf, was sich die Anhänger im Sinne der kriselnden Hinrunde wünschen, sondern was in der derzeitigen Situation überhaupt möglich ist. 


Wahrscheinlich reichen die finanziellen Mittel gerade einmal für einen Neuzugang; der Blick von Werder richtet sich vor allem auf das Mittelfeld und nicht wie lange vermutet auf die Defensive. Doch selbst hier einen geeigneten Kandidaten zu finden, der Werder sowohl verstärkt und dazu noch bezahlbar ist, erweist sich als echte Mammut-Aufgabe. Die Ansprüche haben sich also gewandelt, von einem kompletten Umbruch kann nicht die Rede sein. Eher wird es einen Spieler geben, in den die Bremer all ihre Hoffnungen legen werden. 

Geschaeftsfuehrer Sport Frank Baumann

Kaderplaner Frank Baumann ist sich Werders Grenzen bewusst


Es braucht also ein Transferwunder, um die Winterpause zumindest halbwegs erfolgreich zu gestalten. Sportchef Frank Baumann steht vor einer großen Herausforderung, ein weiterer Nottransfer stellt nicht die erhoffte Erlösung dar. Doch selbst mit einem absoluten Transfergewinn ist Werder für die Rückrunde nur kaum geholfen. Die derzeitige Situation lässt große Zweifel zu, ob selbst ein solches Wunder zur Wende führen könnte.


Viele Baustellen brauchen mehr als nur eine Lösung


Die Problemzonen bei den Bremern sind vielfältig und würden nicht mit nur einem Transfer gelöst werden. Sowohl in der ​Defensive, dem Mittelfeld als auch im Angriff hätten die Grün-Weißen dringend Verstärkungen nötig. Nach dem aktuellen Stand kann nur eine Position abgedeckt werden, ohne ​unverhoffte Abgänge haben die meisten Baustellen zumindest auf dem Papier weiterhin bestand.


Trainer Florian Kohfeldt muss dementsprechend intensiv mit der Mannschaft zusammenarbeiten, um mit den eigenen Kräften den Blick zum Jahreswechsel nach oben zu richten. Das Wintertrainingslager wird helfen, die vielen Erkenntnisse und Lösungsansätze anzuwenden. Zur Rückrunde könnte der Übungsleiter einige Stammkräfte austauschen, zu einem neuen System greifen oder prinzipiell die taktische Grundausrichtung umstellen.

Milos Veljkovic,Davy Klaassen,Florian Kohfeldt,Yuya Osako

Florian Kohfeldt muss sich mit seinen Profis etwas einfallen lassen


Nur durch solche Methoden wird Werder vermutlich den Klassenerhalt schaffen. Klar ist, dass der Winter nicht die erhofften Stärkung bringen wird. Doch die Fans, Verantwortlichen und die Profis selbst werden sich in keinem Fall aufgeben, sondern die Flucht nach vorne suchen. Hoffnung macht der Verbleib der wichtigen Leistungsträger sowie die angepeilte Rückkehr der verletzten Profis. Bremen muss vor allem die Kräfte bündeln, denn die Qualität und das Zeug für die erste Liga ist definitiv vorhanden.