Arturo Vidal hat in seiner Karriere bereits einiges erlebt. In eine solche Situation ist er vermutlich aber noch nicht geraten. Aktuell kämpft der Chilenen um sein Recht und eine Menge Geld, die ihm der ​FC Barcelona noch schulden soll. Im Streit um hohe Bonuszahlungen leitet der Profi nun sogar rechtliche Schritte ein.


2,4 Millionen Euro an Gehalt sollen bei Vidal nach der abgelaufenen Saison durch diverse Boni zustande gekommen sein. Genau diesen Teil haben die Katalanen dem 32-Jährigen allerdings nicht überwiesen. Doch Vidal beharrt auf die Richtigkeit dieser Zahlung und leitet nun rechtliche Schritte bei der Liga ein, das berichtet die spanische ABC


Die Informationen stammen aus dem Umfeld der Kommission, die nun über die Rechtslage entscheiden soll. Den Ursprung nahm das Verfahren am 5. Dezember, als die Anwälte von Vidal die Klage einreichten. Seitdem weigert sich sein Klub vehement, die Forderungen zu akzeptieren. 


Rätselraten um Vidals Spielzeit


Weshalb die Diskrepanz der beiden Gehaltsvorstellungen so voneinander abweicht, dürfte klar sein. Vor der Saison wurde eine Klausel vereinbart, die Vidal einige zusätzliche Millionen Euro zusichert, wenn er in mindestens der Hälfte aller Spiele zu einem 45-minütigen Einsatz kommt. Diese Marke erreichte der Chilene nicht; doch nun erhebt Vidal Anspruch auf die Hälfte der Boni, verhältnismäßig zu seinen Einsatzzeiten.​


Barça ist sich sicher, dass die Zahlungen in diesem Vertrag nicht bindend sein würden. Doch die Rechnung des Profis geht noch weiter, denn dazu kommen Titelprämien, die Vidal ebenfalls noch nicht erhalten haben soll. Insgesamt geht es um ein kompliziertes Verfahren, bei dem wohl alle Komponenten beachtet werden müssen, um ein rechtliches Urteil zu treffen.

Arturo Vidal

"Deshalb steht mir heute, wie ich bereits früher betont habe, eine Differenz von 2.404.500 Euro zu", so der 32-Jährige. Aktuell bereitet er sich mit den Katalenen nicht so ruhig wie gewünscht vor, in knapp einer Woche wartet das erste Ligaspiel des neuen Jahres. Ob Vidal nach den derzeitigen Unruhen weiterhin ein wichtiger Teil der Mannschaft ist, bleibt abzuwarten.


Dazu kommen Meldungen des Vereins, dass der Chilene seinen Vertrag offenbar kündigen will, um sich im Sommer einem neuen Verein anzuschließen. Umso überraschter ist Barça dementsprechend über die aktuellen Forderungen. Das letzte Wort in diesem Fall ist noch nicht gesprochen, im schlimmsten Fall könnten sich die Verhandlungen noch mehrere Monate hinziehen.