Die ​Premier League spielt weiterhin verrückt. Am verspäteten Boxing Day schlagen die Wolverhampton Wanderers den amtierenden Meister ​Manchester City verdient mit 3:2. Während sich City in Unterzahl wohl endgültig von allen Meisterambitionen verabschieden kann, feiern die Wolves einen wichtigen Sieg im Kampf um Europa.


Es war rasant, spektakulär und hatte hohe Intensität zu bieten. Das kleine Top-Spiel am 19. Spieltag der Premier League ging letztendlich an den Gastgeber aus Wolverhampton, der das große Manchester City damit zum zweiten Mal in diesem Kalenderjahr schlägt. Nur ein weiteres Team konnte dies vorher erreichen; in dieser Saison scheinen die Sky Blues schlagbar wie lange nicht mehr zu sein.

Oft leistete die Elf von Pep Guardiola ordentlich Mithilfe. So war es gestern erneut der Fall, als die Gäste schon nach etwas mehr als zehn Minuten in Unterzahl waren. Keeper Ederson brachte einen Gegenspieler vor dem Strafraum regelwidrig zu Fall und musste früh seinen Kasten räumen. Trotz des numerischen Nachteils spielte City aber weiter flott mit, führte durch einen wiederholten Elfmeter und einen Sterling-Doppelpack nach der Pause mit 2:0.


Traoré dreht das Spiel, Mendy zeigt Nerven


Nach etwa einer Stunde machte sich die Überzahl der Wolves dann aber immer deutlicher bemerkbar. Adama Traoré verkürzte den Rückstand mit einem Weitschuss und hielt den Außenseiter in Schlagdistanz. Erst ein Doppelschlag in den letzten zehn Minuten brachte endgültig die Wende. Wieder war der Spanier entscheidend beteiligt, Gegenspieler Benjamin Mendy erlebte einen rabenschwarzen Abend. Das vorletzte Gegentor ging auf seine Kappe, ansonsten wirkte der Franzose ebenfalls sehr anfällig.


Mit der Niederlage beträgt der Rückstand auf Tabellenführer ​Liverpool weiterhin 14 Punkte, doch die Reds haben noch ein Spiel in der Hinterhand. ​Die Meisterschaft scheint damit endgültig entschieden. Die Fans rechnen beim kriselnden Top-Klub mit Konsequenzen, vor allem die Spieler dürften sich einiges anhören können.


Traoré nutzt die Gunst der Stunde


Der Held des Spiels war zweifellos Adama Traoré, der die Gunst der Stunde nutzte und auf dem rechten Flügel eine fantastische Leistung zeigte. Mit einem enormem Antritt und guter Übersicht bereitete er der Abwehr große Sorgen und kann sich hinterher als Spieler des Spiels freuen.​

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Die Fans des FC Liverpool nahmen die Niederlage des Konkurrenten mit großer Freude auf. Die Meisterschaft rückt damit immer näher, allerdings wartet in wenigen Tagen ebenfalls die so brillanten Wolves.

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Für Pep Guardiola war es dagegen ein herber Nackenschlag. Er wirkt mit seiner Mannschaft in dieser Saison nicht immer sattelfest und muss Abzüge für seinen Kredit einstecken.​​



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