Der ​Transfer-Sommer ist fast so spannend wie die entscheidenden Spiele im Frühjahr. Viele Klubs verpflichten zahlreiche Neuzugänge, ob diese aber auch zur Mannschaft passen, zeigt sich erst Wochen später. Die 10 folgenden ​Bundesliga-Spieler sind bei ihren neuen Klubs voll eingeschlagen.


Florian Niederlechner

Florian Niederlechner

Nach dreieinhalb Jahren beim SC Freiburg wechselte Florian Niederlechner zum FC Augsburg. Bei den Fuggerstädtern absolvierte er alle 17 Bundesligaspiele von Beginn an und lieferte teils bemerkenswerte Leistungen. 


16 der 28 Tore gehen auf sein Konto, je acht hat er erzielt und vorbereitet. Besonders herausragend war seine Leistung beim 4:2-Erfolg über die TSG Hoffenheim, Niederlechner legte alle vier Treffer auf. 


Mats Hummels

Mats Hummels,Julian Weigl

Für die Rekordsumme von 30,5 Millionen Euro entschied sich Mats Hummels für die Rückkehr zu Borussia Dortmund. An alter Wirkungsstätte ist der Innenverteidiger der klare Abwehrchef, einzig Verletzungen oder Sperren haben ihn in der Hinrunde außer Gefecht gesetzt. 


Besonders in den ersten Wochen überzeugte Hummels mit seiner Erfahrung und Souveränität, an der Seite von Manuel Akanji und Dan-Axel Zagadou bildet er ein stabiles Abwehr-Trio.


Benjamin Pavard

Benjamin Pavard

Nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft mit Frankreich spielte Benjamin Pavard im Trikot des VfB Stuttgart eine schwächere Saison, dennoch beschäftigten sich zahlreiche Klubs mit dem jungen Abwehrspieler. Der FC Bayern München verkündete den Transfer frühzeitig, dank einer Ausstiegsklausel durfte Pavard den VfB für 35 Millionen Euro verlassen.


Bei den Bayern kommt er wie in der Nationalmannschaft überwiegend als Rechtsverteidiger zum Einsatz, Grund dafür ist die Versetzung von Joshua Kimmich ins defensive Mittelfeld. Sowohl rechts als auch im Zentrum leistet Pavard solide Arbeit, einzig beim Bundesligaspiel gegen Borussia Mönchengladbach (1:2) blieb er über 90 Minuten auf der Bank. 


Jonjoe Kenny

Jonjoe Kenny

Aufgrund der Umstellung auf Viererkette und der Versetzung von Daniel Caligiuri auf den rechten Flügel verpflichtete der FC Schalke 04 einen neuen Rechtsverteidiger. In dieser Saison ist Jonjoe Kenny für die rechte Abwehrseite zuständig, der 22-Jährige wurde für ein Jahr vom FC Everton ausgeliehen.


Schon nach wenigen Wochen wurde deutlich, wieso Schalke keine Kaufoption für Kenny erhielt. Der gebürtige Liverpooler ist gefährlich im Offensivspiel, in der Defensive genauso zuverlässig. Abgesehen von den Auswärtsspielen in Hoffenheim und Leverkusen spielte Kenny jede Partie über 90 Minuten durch und hat sich rasch in die Herzen der Fans gespielt. 


Benito Raman

Benito Raman

Anders als Mannschaftskollege Kenny benötigte Benito Raman ein wenig mehr Anlaufzeit. Der Neuzugang von Fortuna Düsseldorf hatte zu Beginn mit Problemen am Sprunggelenk zu kämpfen und musste sich einen Platz in der Startformation zunächst einmal erarbeiten.


Mittlerweile ist er in der Sturmspitze gesetzt und anders als Guido Burgstaller oder Mark Uth ein echter Tor-Garant. Alle sieben Torbeteiligungen (4 Tore, 3 Assists) sammelte er in den letzten sieben Bundesligaspielen.


Marcus Thuram

Marcus Thuram

Für gerade einmal neun Millionen Euro verpflichtete Borussia Mönchengladbach Marcus Thuram von EA Guingamp. Der Stürmer hat in den vergangenen Monaten unter Beweis gestellt, dass er durchaus mehr hätte kosten können. 


In der Gladbacher Offensive ist Thuram ein Schlüsselspieler, sowohl in der Sturmspitze als auch auf der linken Außenbahn ist er brandgefährlich. Viele Angriffe werden über den 22-Jährigen initiiert, der mit zehn Toren und sechs Vorlagen in allen drei Wettbewerben herausragende Werte liefert. Anpassungszeit? Nicht nötig!


Ramy Bensebaini

FBL-GER-BUNDESLIGA-MOENCHENGLADBACH-BAYERN MUNICH

Schon länger suchte Gladbach nach einem Linksverteidiger, der Routinier Oscar Wendt mittelfristig ersetzen kann und im Optimalfall ab sofort eine Verstärkung darstellen würde. Der junge Däne Andreas Poulsen blieb seit seiner Verpflichtung hinter den Erwartungen, Ramy Bensebaini erwies sich in der Hinrunde allerdings als Volltreffer.


Eigentlich bemühte sich Sportdirektor Max Eberl um Malang Sarr, mit Bensebaini besaß er allerdings ein Ass im Ärmel. Der Algerier ist flexibel einsetzbar, überzeugt mit seinem Kampfgeist und Offensivdrang. Im offenen Konkurrenzkampf mit Wendt sammelte er 15 Einsätze, da Gladbach nur noch in der Bundesliga vertreten ist, dürfte das Rennen um den Linksverteidiger-Posten noch einmal enger werden. 


Breel Embolo

Breel Embolo

Breel Embolo ist das dritte Fohlen im Bunde. Der Schweizer entschied sich nach drei glücklosen Jahren auf Schalke zu einem Tapetenwechsel, trotz kleinerer Verletzungen blitzte sein Potenzial in Gladbach wieder vermehrt auf. 


Beim 4:2-Sieg über den SC Freiburg glänzte er mit zwei Toren und einer Vorlage, insgesamt sammelte er acht Scorerpunkte. Embolo überzeugt mit Tempo und Ballsicherheit, bindet sich immer wieder in das Kombinationsspiel ein und gibt im (Gegen-)Pressing zu keiner Sekunde nach.


Sargis Adamyan

Sargis Adamyan

Der Sprung von der zweiten in die erste Liga ist nicht zu unterschätzen. Sargis Adamyan ist dieser Übergang aber gelungen.


Der Angreifer wechselte von Jahn Regensburg zu 1899 Hoffenheim und machte erstmals im Spiel gegen den FC Bayern München auf sich aufmerksam. Mit einem Doppelpack avancierte er zum Matchwinner, auch in den Siegen gegen den 1. FC Köln und Borussia Dortmund (beide 2:1) war er an beiden Treffern beteiligt. Abgesehen von den Scorerpunkten hat sich Adamyan seinen Platz in der Startelf verdient, gemeinsam mit Andrej Kramaric und Ihlas Bebou bildet er ein gefährliches Angriffs-Trio.


Christopher Nkunku

FBL-GER-BUNDESLIGA-LEIPZIG-COLOGNE

​Für 13 Millionen Euro wechselte Christopher Nkunku von Paris St. Germain zu RB Leipzig. Der 22-Jährige kommt unter Julian Nagelsmann überwiegend auf dem linken Flügel zum Einsatz, überzeugt mit seinem enormen Tempo, seiner technischen Beschlagenheit und seiner Qualität als Vorlagengeber. 


Allein in der Bundesliga sammelte er neun Assists, selber hat Nkunku erst dreimal getroffen. Für die Startelf wurde er lediglich achtmal nominiert, aber von Woche zu Woche konnte er seine Leistungen steigern.