​Mit drei Siegen am Stück konnte sich der ​1. FC Köln zum Ende der Hinrunde aus der Abstiegszone der ​Bundesliga befreien. Mit starken Auftritten verabschiedete sich der lange kriselnde Aufsteiger in die Winterpause. Für den Aufschwung des Effzeh gibt es viele Gründe und Gesichter, vor allem der neue Trainer trägt einen großen Anteil bei.


Markus Gisdol & Horst Heldt

Horst Heldt,Markus Gisdol


Mit der Ankunft die​ses Duos gab es im Anhang der Köln-Fans durchaus Kritik zu vernehmen. Beide konnten sich bei ihren letzten Klubs nicht gerade viel Ruhm verdienen, sollten mit ihrer großen Erfahrung aber gemeinsam das Projekt Köln retten. Mit Startschwierigkeiten hatte das neue Gespann definitiv zu kämpfen, nur ein Punkte sprang aus den ersten drei Partien heraus.


Doch im Gegensatz zu manch anderem Trainer scheute Gisdol nicht davor, ernsthafte Konsequenzen zu ziehen. So strich er teilweise einige Profis aus dem Spieltagskader und gab den hungrigen Youngstern eine Chance. Der frische Wind hat sich komplett ausgezahlt und die Kölner könnten mit Gisdol und Heldt kaum glücklicher sein.


Ismail Jakobs & Jan Thielmann

Jan Thielmann


Dass der 1. FC schon immer von den großen Talenten seiner eigenen Jugend lebt, ist kein Geheimnis. Zum Ende der Hinrunde wurde dieses Rezept aber erst so langsam wieder ausgegraben. Mit Noah Katterbach steht schon seit mehreren Monaten ein echter Nachwuchsspieler in der Startelf, unter Gisdol erhielten zudem Ismail Jakobs und Jan Thielmann ihre Chance. 


Beide Jungspunde konnten die Flügel der Kölner so richtig beleben, strahlen mit Tempo und Finesse große Gefahr aus. Dass vor allem der 17-jährige Rechtsaußen Thielmann so einschlagen würde, konnte nicht vorhergesehen werden. Umso größer dürfte die Freude über das ausgezahlte Vertrauen dementsprechend sein.


Sebastiaan Bornauw

Sebastiaan Bornauw,Felix Wiedwald

Einer der zwei teuersten Neuzugänge für dieses Jahr brauchte ein wenig, um nach dem schweren Saisonstart wirklich in die Spur zu finden. Doch spätestens seit Anfang Dezember ist der Belgier voll da und überzeugte mit lange vermissten Qualitäten. Als Abräumer ist er ein wichtiger Anker in der Defensive, konnte seine Zweikämpfe zuletzt immer besser timen.


Dazu kommt seine enorme Kopfballstärke, die die Kölner in den vergangenen Wochen ein ums andere Mal zum Erfolg führte. Herausstechen dürften vor allem seine Treffer gegen ​Leverkusen und ​Frankfurt, dazu konnte der FC zwei der letzten drei Duelle ohne Gegentreffer einfahren. Sebastiaan Bornauw entwickelt sich endlich zur erhofften Lebensversicherung.


Jhon Córdoba

Jhon Cordoba


​Im Stürmerkarussell galt Jhon Córdoba schon lange als der gefährlichste und überzeugendste Angreifer. So richtig zeigen konnte er das in dieser Saison allerdings noch nicht, zumindest nicht bis vor wenigen Wochen. Seit der Übernahme von Gisdol erzielte der Kolumbianer drei Treffer, steuerte zudem zwei Mal das wichtige 1:0 bei.


Für die Rückrunde dürfte er gesetzt sein, wenn er seine Leistungen nur annähernd hält. Denn als stetiger Unruheherd und Störfaktor ist er für jede Defensive ein unangenehmer Gegenspieler, der den Mannschaftskollegen damit die nötigen Räume verschaffen kann. Kölns Top-Torjäger wird nicht nur durch seine Treffer immer wichtiger.


Die Fans

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​Seit Beginn der Saison war klar, dass es der 1. FC Köln sehr schwer haben wird. Nach dem Hammer-Programm zum Auftakt, erinnerte vieles an die Katastrophen-Spielzeit vor zwei Jahren. Doch die Fans ließen sich davon nicht unterkriegen und unterstützten ihre Mannschaft auch in den schlechten Zeiten weiterhin. Der Aufschwung ist nicht nur ein Dank für die große Loyalität, sondern wäre ohne den frenetischen Zusammenhalt womöglich gar nicht erst möglich gewesen.