​Die Diskussion rund um ​Alexander Nübel hat endlich ein Ende gefunden, ​Schalkes Kaderplaner können sich nun voll auf die Rückrunde und die unter ihrer Kontrolle stehenden perspektivischen Personalentscheidungen konzentrieren. Wie geht es jetzt auf der Torwart-Position weiter?


Vor einigen Monaten wäre solch eine Meldung für Schalke-Fans ein deutlich schmerzhafterer Schlag ins Gesicht gewesen, denn zu diesem Zeitpunkt war Nübel Schalkes neuer Heilsbringer und Deutschlands unumstrittenes Torhüter-Juwel Nummer eins.


Diese Zeiten sind jedoch vorbei. Nübel zeigte mit seinen jüngsten Fehlern, dass er auch nur ein Mensch ist und keineswegs die großen sportlichen Ambitionen in Gelsenkirchen alleine schultern kann. Er gilt weiter als herausragender Spieler auf seiner Position, ein ebenbürtiger Ersatz steht Schalke jedoch greifend nahe zur Verfügung. 


Schubert ist für das Nübel-Erbe prädestiniert


Die Verpflichtung von ​Markus Schubert im Sommer war eine deutliche Botschaft an Nübel: Wir haben mit oder ohne dich einen Plan für die Zukunft. Das begehrte Keeper-Juwel konnte man wohl nur mit dem Versprechen einer künftigen Stammkraft-Rolle von der Unterschrift überzeugen, die Erwartungen hat er bislang vollends erfüllt.

Markus Schubert

Schubert lieferte als Nübels Back-Up bislang starke Leistungen



In seinen bisherigen drei Einsätzen war der 21-jährige Schubert zwar nicht ​fehlerfrei, doch der ehemalige Dresdner deutete mehrmals seine außerordentliche Klasse zwischen den Pfosten an. Aus Sicht vieler Schalke-Fans könnte man ihn sogar auch nach dem Ablauf der Spielsperre von Nübel ohne große Bedenken permanent aufstellen.


S04-Trainer David Wagner, der die Gefahren von personellen Waghalsigkeiten kennt, wird jedoch seine Bedenken diesbezüglich haben. Doch hierauf haben wir uns ebenfalls eine interessante Lösung überlegt.


Fährmann wäre der perfekte Schubert-Konkurrent


Wie wäre es damit, Ralf Fährmann wieder in den Kader zu integrieren - und zwar noch in dieser Saison! Bei seinem Leihklub Norwich City sitzt er ohnehin ständig nur auf der Bank, eine vorzeitige Rückkehr im Winter wäre dementsprechend auch für die Engländer kein großer Verlust. 


Doch wieso sollte man Fährmann im Winter zurückholen, wenn man mit Nübel bereits über starke Konkurrenz verfügt? Nun ja, Nübel wird bekanntlich im Sommer ablösefrei gehen. Obwohl Schalke beteuert, dass er bis dahin alles für den Klub geben wird, wäre vielleicht sogar eine vorzeitige Trennung ​Richtung Bayern München die noch bessere Option. Dadurch könnte man wichtige Millionen generieren und Schubert auf seine neue Rolle früher einstellen. Fährmann wäre in dieser Konstellation der erfahrene und zuverlässige Reservist.


In jedem Fall ist Schalke für Nübels Abgang gewappnet. Es schmerzt, doch es ist kein Halsbruch. Heidels Fehler ist vergessen, nun konzentriert sich der Verein auf die Zukunft. Diese könnte auch ohne Nübel äußerst vielversprechend aussehen.