​Die Fans vom ​VfL Wolfsburg haben eine Hinrunde voller Höhen und Tiefen erlebt. Die Wölfe waren zu Beginn der Saison lange die letzte ungeschlagene Mannschaft in der Bundesliga, hatten dann eine etwas schwächere Phase, bevor es zuletzt wieder bergauf für die Niedersachsen ging. Wir haben einen Rückblick gewagt und die Tops und Flops der Hinrunde für euch aufgelistet.


Die Tops beim VfL Wolfsburg


Marcel Tisserand​

Marcel Tisserand

Als der Abwehrroutinier John Anthony Brooks verletzungsbedingt ausgefallen ist, schlug die Stunde von Marcel Tisserand. Der 26-Jährige spielte in der Innenverteidigung durchaus souverän und wusste zu überzeugen. Glasner setzte auch nach Brooks' Verletzung weiterhin auf ihn, Tisserand findet man daher auch des Öfteren auf der Position von Robin Knoche. Starke Leistung, daher steht er verdient in unserer Top-Auflistung.


William 

William

Auf Rechtsverteidiger William war ebenfalls immer Verlass. Oft bewies William sich durch starke klärende Aktionen nach hinten und sorgte zugleich mit seinem Tempo für ein schnelles Umschaltspiel. Die rechte Außenbahn lief er immer wieder rauf und runter, scheute nie einen Zweikampf und gab als Verteidiger hin und wieder selbst einen Schuss auf das gegnerische Tor ab. Der Brasilianer hat seinen Stammplatz erfolgreich gegen Konkurrent Kevin Mbabu verteidigt, auch wenn Mbabu in den letzten Spielen den Vorzug gegenüber William erhalten hatte. Trotz dessen ist William eine echte Verstärkung für die Wölfe. 


 Jeffrey Bruma

Jeffrey Bruma

Jeffrey Bruma hatte beim VfL eigentlich so gut wie keine Zukunft mehr. Über 500 Tage wartete er bis zu einem Einsatz für die Wölfe. Dies sollte sich am 6. Spieltag ändern, als Trainer Oliver Glasner sich dazu entschied, Josuha Guilavogui von der Innenverteidigung wieder ins zentrale Mittelfeld neben Maxi Arnold zu stellen. Bruma machte seine Arbeit sehr gut, profitierte von dieser Umstellung und zählt mittlerweile wieder zu den Stammkräften der Wölfe. Ein großartiges Comeback, das zeigt, dass man mit Einsatz und dem Willen sich durchzusetzen alles schaffen kann. 


Xaver Schlager

Xaver Schlager

Die Fans von den Wölfen hatten noch nicht allzu viel von Schlager. Am 3. Spieltag zog sich der Publikumsliebling einen Knöchelbruch zu, stand jedoch in rekordverdächtiger Zeit wieder auf dem Platz und ist fest in der Startelf gesetzt. Der erst 22-jährige Österreicher strahlt eine Ruhe und Souveränität am Ball aus, die wirklich beachtlich ist. Mit seinen präzisen Pässen und seinem Zug zum Tor ist der Rekordeinkauf definitiv eine echte Waffe für die Mannschaft aus Niedersachsen.


Die Flops beim VfL Wolfsburg 


Yannick Gerhardt

FBL-GER-BUNDESLIGA-WOLFSBURG-AUGSBURG

Letzte Saison noch gehörte er zu den Stammspielern vom VfL. Klar, diese Saison kam mit dem oben erwähnten Xaver Schlager eine ziemlich starke Konkurrenz, dennoch darf man nicht vergessen, dass Schlager über einen längeren Zeitraum ausgefallen ist. Glasner gab Gerhardt zwar eine Chance, aber festsetzen konnte er sich nicht. Zu viele Fehlpässe und vergebene Großchancen gingen auf Gerhardts Konto, sodass Glasner lieber eine systematische Änderung vornahm: So spielte Guilavogui anstelle von Gerhardt neben Arnold. Und zugegeben, Guilavogui machte seine Arbeit dort durchaus überzeugender als der von diesem Zeitpunkt an aussortierte Gerhardt.


Felix Klaus

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Leider kommt Klaus nicht aus seiner Jokerrolle raus. Gegen den ​FC Bayern München stand er zwar vertretungsweise für Wout Weghorst in der Startelf, dies dürfte aber eine einmalige Sache gewesen sein. Es ist kein Geheimnis, wenn man sagt, dass man sich mehr vom schnellen Offensivspieler des VfL gewünscht hätte. Klaus kommt einfach nicht zu wirklich gefährlichen Aktionen und das, obwohl er ein sehr hohes Lauftempo mit sich bringt. Bleibt abzuwarten, ob er in der Rückrunde mehr Spielzeit erhalten wird und gefährliche Akzente setzen kann. 


Joao Victor

Joao Victor

Für 3,5 Millionen Euro holte man den 25 Jahre alten Brasilianer aus der österreichischen Bundesliga. Der Offensivspieler wurde den hohen Erwartungen bisher aber leider noch nicht gerecht. Auch wenn er aufgrund seiner Schnelligkeit immer wieder für Gefahr vor dem gegnerischen Strafraum sorgte, so ließ er doch trotzdem auffällig viele Großchancen liegen. Vielleicht hat er in der Rückrunde mehr Glück, denn er kann eine wirkliche Bereicherung für das Offensivspiel der Wölfe sein. Das Potential dazu hat er allemal.