Trotz zahlreicher Transfergerüchte brach Paul Pogba seine Zelte bei Manchester United im Sommer nicht ab. Auch im Winter wird er die Red Devils nicht verlassen, vor dem Premier-League-Spiel gegen den FC Watford schloss Trainer Ole Gunnar Solskjaer einen Verkauf aus.


Die Zeichen standen klar auf Abschied. Allen voran ​Real Madrid beschäftigte sich mit Paul Pogba, der drei Jahre nach seiner Rückkehr von Juventus Turin zu Manchester United einen Tapetenwechsel im Sinn hatte. Der designierte Wunschspieler von Zinedine Zidane erhielt jedoch keine Freigabe - und wird auch nicht in der bevorstehenden Winter-Transferperiode abgegeben, wenn es nach Ole Gunnar Solskjaer geht. "Er wird im Januar nicht verkauft", lautete das Machtwort des Norwegers (zitiert via Daily Mail). 


Seit Oktober muss Solskjaer auf Pogba verzichten, anhaltende Probleme am Sprunggelenk bremsten ihn bis vor kurzem aus. Mittlerweile steht er wieder auf dem Trainingsplatz, zu vorschnell will er den Franzosen aber nicht auf das Spielfeld schicken: "Er ist noch nicht so lange wieder im Training. Ich werde ihn nicht hetzen. Wir brauchen ihn, wenn er bei 100 Prozent ist."

FBL-ENG-PR-MAN UTD-CARDIFF

  Auf Paul Pogba (l.) will Ole Gunnar Solskjaer auch in Zukunft nicht verzichten.


​Dann, wenn Pogba wieder fit ist, zähle er zu "den besten Spielern der Welt." Das sieht auch Mino Raiola so. "Gibt es einen besseren Mittelfeldspieler auf der Welt? Nein", so der Berater des Weltmeisters im Interview mit ​The Telegraph. Angesprochen auf den geplatzten Wechsel nach Madrid fuhr er fort: "Wenn du zu diesem Entschluss kommst, lautet der andere: Wenn wir Paul Pogba jetzt verkaufen, würden wir einen besseren Spieler kaufen? Nein!"


Pogba hegt keinen Wechselwunsch


Gerüchte über eine Flucht im Winter heizte auch Raiola nicht an. "Paul hätte auch woanders hingehen können. Aber sein Herz hat entschieden, nach Hause zu gehen", sagte er über die Rückkehr im Sommer 2016, und fügte mit Blick auf die Zukunft an: "Paul will erfolgreich sein, glücklich sein und Trophäen gewinnen. Er würde das am liebsten mit Manchester United tun."


Von großen Titeln ist der Klub allerdings weit entfernt. In der ​Premier League liegt United nur auf dem sechsten Tabellenplatz, die nationalen Pokalwettbewerbe genießen in England keinen so hohen Stellenwert wie beispielsweise in Deutschland, und im Europapokal sind die Red Devils nur in der Europa League vertreten. 


Um in Zukunft wieder ganz oben mitspielen zu können, benötigt es laut Raiola strukturelle Veränderungen. So mangele es an einer klaren Identität, an der sich der Klub wie zu Zeiten von Sir Alex Ferguson orientierte. Erst, wenn man eine Grundidee aufgebaut habe, könne man die passenden "Legosteine" suchen. "Ein großer Klub", so Raiola, "wählt zuerst das System und dann die Spieler." Bis zum Vertragsende im Sommer 2021 ist allerdings noch genügend Zeit, um Pogba von einer langfristigen Zukunft zu überzeugen.