​Endlich - die Winterpause erlöst den ​SV Werder Bremen kurz von den großen Sorgen. Nach einer teils katastrophalen Hinrunde kann sich die Mannschaft in den kommenden Wochen auf die intensive Rückrunde vorbereiten. Nach der Hälfte der Saison gibt es einige negative Erkenntnisse, nur wenige Lichtblicke stachen heraus. Die Tops und Flops bei Werder im Überblick.


Flop: Der rote Faden der Saison

Florian Kohfeldt


Über allem steht selbstverständlich die bisher enorm schwache Ausbeute. Weiterhin stecken die Werderaner im Abstiegskampf, die Krise bahnte sich seit Wochen an und ist schon lange bittere Realität. In keiner Phase fanden die Bremer wirklich zu Konstanz, dazu kamen die enormen Verletzungssorgen und die unsichere Transferphase. In der zweiten Saisonhälfte muss Bremen dringend die klare Linie finden, um sich aus der Situation zu befreien.


Flop: Die Defensive

Nahezu alle Verteidiger beim SV Werder enttäuschten in dieser Saison maßlos. Mit 41 Gegentoren stellt Werder die schlechteste Defensiv der ​Liga, kein einziges Mal blieben die Grün-Weißen ohne Gegentor. Neben den vielen Ausfällen fehlt es an der Konsequenz, dem Einsatz in den Zweikämpfen, der richtigen Zuordnung und und und.


Sogar bei Standardsituationen waren die Norddeutschen anfällig wie nie zuvor. Damit wurden immer wieder wichtige Punkte verschenkt und die Arbeit der Offensivabteilung zunichte gemacht. Die Möglichkeiten der Steigerung sind beim SVW begrenzt. Doch die erheblichen Defizite bei Miloš Veljković, Michael Lang und Co dürfen sich in der Rückrunde nicht wiederholen.


Top: Milot Rashica

Milot Rashica


Als einer der wenigen Highlights ragt Milot Rashica bisher heraus. Nach dem Abgang von Max Kruse sollte er zum neuen Offensivstar avancieren, schaffte dies vor allem zu Saisonbeginn und Anfang Herbst. Seine Leistungen waren nicht immer konstant, doch sieben Tore und drei Vorlagen​ können sich in 13 Ligaduellen in jedem Fall sehen lassen. Mit einem Marktwert von 35 Millionen Euro ist er der wertvollste Bremer überhaupt, damit ist er bei der Konkurrenz allerdings noch gefragter.


Flop: Maximilian Eggestein


Maximilian Eggestein hat in dieser Saison mit unerklärlichen Problemen zu kämpfen. Eigentlich sollte er zum Anführer im Mittelfeld avancieren, verlor aber schon nach wenigen Wochen an Selbstvertrauen und zeigte fortan nur schwache Leistungen. Dass dem 23-Jährigen in dieser Spielzeit nur zwei Vorlagen gelangen, steht sinnbildlich für seinen mangelhaften Offensivdrang. Er verlor nicht nur die Perspektive in der Nationalmannschaft, sondern machte im Vergleich zum Vorjahr einen großen Schritt zurück.


Flop: Nuri Sahin

Nuri Sahin


Ein weiterer enttäuschender Profi ist Nuri Sahin. Aufgrund von fehlenden Alternativen absolvierte er den Großteil der Ligaspiele, konnte seine Aufgaben dabei aber nur spärlich erfüllen. Auf der Sechser-Position ist er durch sein Alter kein geeigneter Kandidat mehr, dazu lässt er immer wieder den Einsatz und die von Florian Kohfeldt hochgelobte Führungsstärke vermissen. Ist sein Teamkollege Philipp Bargfrede fit, dürfte es für den 31-Jährigen ​nicht mehr für einen Startplatz reichen.


Top: Die Jugendspieler


Etwas Positives ​ist aus der eigenen Jugend zu vermelden. Vor allem Benjamin Goller hält dabei die Fahne hoch, der eigentliche Nachwuchsprofi konnte sich in dieser Spielzeit schon des öfteren für die Profis empfehlen. Dazu machte Josh Sargent überwiegend einen guten Job, Ilia Gruev und David Philipp klopfen ebenfalls bereits an der Tür. In der Rückrunde könnten sie zum entscheidenen Faktor werden und den SVW mit frischem Wind aus der Krise führen.